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Landtagswahl Bayern CSU braucht Koalitionspartner, um weiter regieren zu können

Mit voraussichtlich zweistelligen Stimmverlusten ist die CSU bei der Regierungsbildung in Bayern auf einen Koalitionspartner angewiesen. Es gäbe mehrere Optionen.

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CSU-Chef Horst Seehofer in München. Quelle: dpa

München Die CSU hat bei der Landtagswahl am Sonntag in Bayern schwere Verluste eingefahren und kann nur noch in einer Koalition weiterregieren. Nach den Prognosen von ARD und ZDF kommen die Grünen auf den zweiten Platz. Rechnerisch könnten CSU und Grüne ein Regierungsbündnis bilden.

Laut ARD hätten auch die CSU und die Freien Wähler eine knappe Mehrheit. Auf den Plätzen folgen die Freien Wähler und die AfD, die erstmals in den Landtag einzieht. Die SPD wird nur noch fünftstärkste Kraft. Die FDP muss um den Einzug ins Maximilianeum zittern. Die Linke verpasst den Prognosen zufolge wie schon 2013 den Einzug in den Landtag.

Die CSU erhält der ARD-Prognose zufolge nur noch 35,5 Prozent nach 47,7 Prozent vor fünf Jahren, das ZDF sieht die CSU bei 35,5 Prozent. Die Grünen erreichen 18,5 (ZDF: 19,0) Prozent. 2013 waren sie mit 8,6 Prozent nur drittstärkste Kraft. Die Sozialdemokraten sackten auf 10,0 (ZDF: 9,5) Prozent von 20,6 Prozent bei der vorherigen Wahl ab. Die AfD zieht erstmals mit 11,0 (ZDF: 11,0 Prozent) in den Landtag ein. 2013 war die Partei nicht angetreten. Die Freien Wähler kommen auf 11,5 (ZDF: 11,5) Prozent nach 9,0 Prozent 2013. Die FDP wird in beiden Sendern bei 5,0 Prozent gesehen. Die Linkspartei scheitert mit 3,5 (ZDF: 3,5) Prozent erneut an der Fünf Prozent-Hürde.

Damit erhält die CSU der ARD zufolge voraussichtlich 79 Mandate, die Grünen 40. Die SPD kommt demnach auf 21 Sitze, die AfD auf 24 und die Freien Wähler auf 25 Abgeordnete. Die FDP könnte 11 Parlamentarier stellen. Damit ist eine Fortsetzung der Alleinregierung von Ministerpräsident Markus Söder unmöglich. Ein Bündnis mit der AfD hat die CSU ausgeschlossen.

Die Wahlbeteiligung lag laut ARD mit 72,5 Prozent höher als 2013 mit 63,9 Prozent.

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