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Lego verdient klotzig Kleine Kunden, riesiger Gewinn

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"Nexo Knights" verknüpft Kinderzimmer mit der App


In der bescheidenen Flachdach-Zentrale in Billund erinnert sich noch jeder an die schlechten Tage Anfang des neuen Jahrtausends. Damals wäre der Konzern an einer allzu forschen Expansion in fremde Bereiche fast zerbrochen. Zu jener Zeit wollte Lego eigene Freizeitparks betreiben, entwickelte aufwendige Computerspiele. Erst die Rückbesinnung auf die eigenen Stärken stabilisierte das Geschäft.

Lego verfügt heute zwar auch über viele digitale Angebote. Doch der legendäre Lego-Klotz steht stets im Zentrum allen Schaffens. So auch beim diesjährigen Hoffnungsträger, der neuen Spielzeuglinie „Nexo Knights“. Dabei sind die Schilde der Lego-Ritter mit einem Handy-Code beklebt sind. Wenn Kinder die Schilde der Kämpfer scannen, können sie ihren Rittern aus dem Kinderzimmer in der virtuellen Welt unvorstellbare Kräfte verleihen.

Von den „Nexo Knights“ bringt Lego in diesen Tagen jede Menge Spielesets in die Läden. Das ist das Kerngeschäft. Doch dazu haben die Skandinavier eine App für Smartphones und Tablets entwickelt. Mit dem Programm lässt sich das Spiel aus dem Kinderzimmer digital fortsetzen. Der Clou aus Lego-Sicht: Der Nachwuchs will möglichst viele Schilde vors Telefon bekommen, um in der App weiter zu kommen. Mit den „Nexo Knights“ geht Lego den nächsten Schritt in seiner Strategie, die althergebrachten, bunten Klötzchen mit modernen Medien zu verknüpfen.

Vor zwei Jahren hat die Firma bereits mit großem Erfolg einen eigenen 3D-Film in die Kinos gebracht. Das spülte nicht nur Millionen aus den Ticketverkäufen in die Kasse, sondern sorgte vor allem für riesige Umsätze in den Spielzeuggeschäften. Dort gab es die Figuren, Fahrzeuge und Gebäude aus dem Streifen.

In Arbeit
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Es ist die Kombination aus Tradition und Moderne, die Lego auszeichnet. Der deutsche Konkurrent Playmobil etwa ist wesentlich zurückhaltender mit neuen Medien – und spielt weltweit nur in der zweiten Liga.

Lego-Chef Knudstorp rechnet denn auch mit weiterem Wachstum. Große Ankündigungen machte er an diesem Dienstag zwar nicht. Aber stärker als der Rest der Branche soll sein Unternehmen dieses Jahr in jedem Fall zulegen. Das sollte nicht schwer fallen: Die Industrie erwartet ein Plus von maximal fünf Prozent. In den letzten zehn Jahren hat Lego die Erlöse im Schnitt jährlich um 15 Prozent gesteigert.

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