Lettische ALBV Bank EZB beklagt fehlende Befugnisse bei Ermittlungen wegen Geldwäsche

Der lettische Bankenverband wünscht sich eine aktivere Rolle der EZB im Geldwäscheskandal um die ALBV. Doch ihr sind die Hände gebunden.

FrankfurtDie EZB-Bankenaufsicht hat laut ihrer Chefin Danièle Nouy keine Befugnisse, um verbotene Geldwäscheaktivitäten aufzuspüren. Dies sei die Aufgabe der nationalen Behörden, erklärte die Französin am Donnerstag. Stellten diese Verstöße fest, könne die Europäische Zentralbank (EZB) die Erkenntnisse für ihre eigenen Aufgaben nutzen.

Der lettische Bankenverband hatte am Mittwoch wegen der Krise der ABLV die EZB um Hilfe gebeten. Nouy solle nach Lettland kommen und erklären, was die Kontrolleure bislang getan hätten. Die EZB müsse dringend ein aktiver Partner bei der Lösung der Situation werden.

Die EZB ist seit Herbst 2014 auch für die Aufsicht über die größten Banken im Euro-Raum zuständig. Die ABLV wird von ihr direkt kontrolliert.

Die USA werfen der Bank vor, sie ermögliche Kunden, die UN-Sanktionen gegen Nordkorea zu unterlaufen. Geldwäsche sei eine Säule ihres Geschäfts geworden. Gegen die Bank würden Sanktionen geprüft. Das Geldhaus

wies die Vorwürfe zurück. Inzwischen hat die EZB den Zahlungsverkehr bei dem Institut eingefroren.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%