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Lettland Zentralbankchef wohl mit mehr als 100.000 Euro bestochen

Das lettische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Ilmars Rimsevics, soll bestechlich sein. Das wirft ihm die Korruptionsbehörde des Landes vor.

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Der festgenommene lettische Zentralbankchef im Sommer 2010: Am Tisch unter anderem der Chef eines russischen Rüstungsherstellers. Quelle: AP

Lettlands Notenbank-Chef Ilmars Rimsevics ist nach Angaben der nationalen Anti-Korruptionsbehörde wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit festgenommen worden. Er solle eine Bestechungssumme von mindestens 100.000 Euro verlangt haben, sagte Behördenleiter Jekabs Straume am Montag in Riga.

Das EZB-Ratsmitglied war am Wochenende festgenommen worden, nachdem Anti-Korruptionsermittler Wohnung und Büro des Notenbankers durchsucht hatten. Die lettische Bankenbranche steht derzeit auch wegen eines Geldwäsche-Vorwurfs gegen das Institut ABLV Bank seitens der USA in den Schlagzeilen. Die Verhaftung von Rimsevics stehe damit aktuell aber in keinem Zusammenhang, sagte Straume.

Die EU-Kommission teilte mit, die Festnahme des Notenbank-Gouverneurs sei Sache der nationalen Behörden. Die Kommission habe Vertrauen in die lettischen Aufseher, sagte ihr Sprecher Margaritis Schinas.

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