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Leveraged Loans EZB erwägt Obergrenze für hochriskante Firmenkredite bei Banken

Von einer Deckelung des lukrativen Geschäfts wäre auch die Deutsche Bank stark betroffen. Doch die EZB will die anwachsenden Risiken im Bereich Leveraged Finance im Blick behalten.

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Schon vor der Pandemie hatten die europäischen Währungshüter den Banken geraten, bei Leveraged Finance vorsichtig zu sein. Quelle: Paul Langrock/Zenit/laif

Die Europäische Zentralbank denkt offenbar über Beschränkungen für die risikoreichsten Leveraged Loans in den Kreditbüchern der Banken nach. Hintergrund sei die Befürchtung, es könne auf dem Markt für Kredite an hochverschuldete Unternehmen zu Verwerfungen kommen, berichten mit der Diskussion vertraute Kreise.

Der EZB-Aufsichtsrat hat diskutiert, ob neu aufs Buch genommene Kredite besonders verschuldeter Unternehmen auf einen bestimmten Anteil der Bilanzsumme begrenzt werden sollten. Darüber informierten die mit dem Sachverhalt vertrauten Personen.

Bislang gebe es aber noch keine einheitliche Linie. Einige EZB-Mitglieder wollen die Banken wohl gewähren lassen, wenn diese aufzeigen können, dass sie das Risiko angemessen managen.

Die derzeitigen Diskussionen befinden sich in einem frühen Stadium und Obergrenzen könnten am Ende verworfen werden.

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    Leveraged Loans haben in diesem Jahr vor allem in den USA einen Höhenflug erlebt. Ein Grund ist, dass Private-Equity-Firmen sich aus Unternehmen herausziehen, ein zweiter Verursacher ist die Suche nach Rendite. So ist etwa die Deutsche Bank in dem lukrativen Geschäft sehr aktiv und wäre stark betroffen, wenn es zu einer Deckelung käme.

    Wird es im Abschwung weiter Käufer für Kredite geben?

    So erwirtschaftete der Leveraged-Loans-Bereich des Frankfurter Geldhauses im vergangenen Jahr einen Ertrag von mehr als 300 Millionen Dollar und war führend an einigen der größten Deals beteiligt. Dazu gehört auch ein 23 Milliarden Dollar schwerer Kredit an T-Mobile zur Übernahme des Konkurrenten Sprint.

    Typischerweise verkaufen Banken den Großteil ihrer Leveraged Loans an Investoren weiter und behalten nur einen kleinen Teil auf dem eigenen Buch. Eine der Sorgen der Aufseher ist, ob es im Abschwung weiter Käufer für die Kredite geben wird.

    Schon vor der Pandemie hatten die Währungshüter den Banken geraten, bei Leveraged Finance vorsichtig zu sein.

    Die Deutsche Bank hatte bereits nach Feedback von Seiten der EZB ihre Risiken in diesem Bereich reduziert, sagte Finanzvorstand James von Moltke im Juli. Zuvor hatte Bloomberg berichtet, dass der Bank höhere Kapitalanforderungen drohen würden, wenn sie bei Leveraged Loans nicht kürzer träte.

    Deutsche Bank gehört zu den größeren Akteuren

    Die Erträge der Frankfurter aus dem Kreditgeschäft stiegen im dritten Quartal um 12 Prozent auf 416 Millionen Euro. Die Bank verwies darauf, dass „der Bereich Leveraged Debt Capital Markets deutlich von einer hohen Aktivität an den Märkten profitierte“ und damit „die Normalisierung im Geschäft mit Anleihen guter Bonität (Investment Grade) mehr als ausglich“.

    Neben der Deutschen Bank gehören Barclays, BNP Paribas und Credit Suisse zu den größten europäischen Akteuren in dem Geschäft.

    Sorge um gestiegene Risiken

    Die EZB behält die anwachsenden Risiken im Bereich Leveraged Finance jedenfalls weiter im Blick, erklärte Elizabeth McCaul, ein Mitglied des EZB-Aufsichtsrats, in einer Rede am Mittwoch.

    „Wir sind besorgt über die zunehmenden Risiken im Markt für Leveraged Loans, der getrieben ist von der Suche nach Rendite in einem Umfeld anhaltend niedriger Zinsen“, sagte sie. Die Zunahme der Emissionen werde überdies „von einer Lockerung der Kreditvergabestandards begleitet“.

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