Libor, Monte dei Paschi, Gold Bafin beendet Sonderprüfungen bei Deutscher Bank

Die Finanzaufsicht wird der Deutschen Bank nach Prüfung diverser Geschäftspraktiken keine weiteren Vorgaben machen. Auch seien keine weiteren Maßnahmen gegen frühere oder aktuelle Vorstände notwendig, so das Institut.

Erleichterung bei der Deutschen Bank: Jahrelang währende Untersuchungen der deutschen Finanzaufsicht sind abgeschlossen. Quelle: dpa

FrankfurtDie Deutsche Bank hat am Donnerstagabend mitgeteilt, dass die Finanzaufsichtsbehörde Bafin „wesentliche Sonderprüfungen“ abgeschlossen habe. Diese hätten umstrittene Praktiken im Umgang mit Interbanken-Zinssätzen (z.B. „Libor“), Geschäfte mit der italienischen Bank Monte dei Paschi sowie den Edelmetallhandel umfasst.

Laut Deutscher Bank erachtet es die Bafin „demnach nicht als notwendig, weitergehende Maßnahmen aus den abgeschlossenen Sonderprüfungen gegen die Deutsche Bank oder einzelne frühere und gegenwärtige Mitglieder des Vorstands zu ergreifen“.

Die bereits erfolgten Veränderungen und die von der Bank „ergriffenen und geplanten weiteren Maßnahmen“ seien als ausreichend erachtet worden, schrieb die Deutsche Bank. Im vergangenen Jahr hatte Aufsichtsratschef Paul Achleitner den Vorstand umgebaut und im Zuge der Bafin-Ermittlungen zumindest in Zwischenberichten belastete leitende Angestellte und Vorstände ausgetauscht.

Seit Juli vergangenen Jahres führt der Brite John Cryan als Co-Chef die Bank. Er sagte, dass das Institut weiter daran arbeite, „die Anforderungen der Bafin und anderer Aufsichtsbehörden zu erfüllen.“

Die Bank hat unter anderem wegen Manipulationen von Interbankenzinssätzen Milliardenstrafen gezahlt und Mitarbeiter suspendiert. Die Bafin habe anerkannt, „dass der Vorstand der Bank die geübte Kritik ernst nimmt und ein klares Bekenntnis dazu abgelegt hat, die Defizite aufzuarbeiten.“

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