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Manufakturen Luxusuhren für Autonarren

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Daytona, Mille Miglia, Le Mans

Die Verbindung zwischen Autorennen und Uhren hat eine lange Tradition. Eine der bekanntesten dürfte die Marke TAG Heuer mit ihrer Monaco eingegangen sein. Die inzwischen ikonische quadratische Form war an Schauspieler Steve McQueen in dem Film „Le Mans“ zu sehen.

Oft sind es persönliche Beziehungen zum Rennsport oder Leidenschaft für Autos, die den Wunsch der Uhrenhersteller nach Nähe zum Motorsport auslösen. Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident der Marke Chopard, ist mehrfacher Teilnehmer der Oldtimerrallye Mille Miglia in Italien.

Auch der Franzose Richard Mille pflegt seine intensive Liebe zu Autos. Dieses Jahr stellte seine Marke, die Uhren mit Preisen von mehr als einer Million Euro herstellt, eine Partnerschaft mit McLaren vor, die, so Mille, über ein Bekenntnis zu ähnlichen Werten wie Leidenschaft und Leistung darstellen sollte. Die Entwickler beider Unternehmen, so heißt es, hätten sich bei der Verwendung extrem leichter und stabiler Materialien ausgetauscht.

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    Herausgekommen ist dabei eine Uhr, deren Gehäuse unter anderem aus einem Material namens Graphen besteht – es soll um ein Vielfaches leichter, dafür aber 200 mal stabiler als Stahl sein. Auf rekordverdächtig niedrige 40 Gramm summieren sich Gehäuse und Uhrwerk – dem Träger bleibt damit neben dem Wissen, eine besondere und optisch massive Uhr zu besitzen, das Gefühl eigentlich ein Nichts am Arm zu tragen.

    Michel Parmigiani hat sich für das jüngste Modell des Hauses, der 390, vom Motorblock eines Autos inspirieren lassen. Wie ein Zylinder ist das Federhaus, das die Energie speichert, quer zum Uhrwerk in das zweiteilige Gehäuse eingebaut. Über ein mechanisches Element, werden die Zeiger bewegt. Dank dieser Konstruktion ist das Gehäuse mit einem Scharnier ausgestattet, es soll sich auf diese Art flexibel an den Arm seines Besitzers schmiegen.

    Der muss nicht zwingend ein Bugatti-Fahrer sein. Das Gros der Käufer der gebrandeten Uhren stamme aus der Welt der Uhrensammler, die technische Finessen lieben.

    Was aber, wenn in nicht allzu ferner Zukunft der Verbrennungsmotor seinen letzten Zündfunken verfeuert hat und Elektroaggregate den Ottomotor ersetzen, wie einst die Quarzwerke die mechanischen Uhren? „Das spielt keine Rolle für uns. Es bleibt ein Auto mit einem Antrieb.“

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