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Smart Home Der weite Weg zum intelligenten Haus

Smarthome auf der IMM Quelle: Presse

Ein Tisch hat vier Beine und kann sonst nicht viel. Die Zukunft des Wohnens wird deshalb von Technologiekonzernen bestimmt – die Möbelhersteller springen nur zögerlich auf den Zug auf.

Von solchen Zahlen können die deutschen Möbelhersteller nur träumen. Sie sind zwar zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Die Inlandsschwäche sei, so der Verband der Möbelindustrie, durch eine stark gestiegene Auslandsnachfrage kompensiert worden. Doch von den Zuwachsraten der Industrie, die sich bemüht, unsere Küchen, Bade- und Wohnzimmer zum vernetzten Heim umzugestalten, sind sie weit entfernt.

Runde 26 Prozent wächst laut einer Untersuchung der Markt für Produkte rund ums Smart Home in Deutschland. 2022, so prognostizieren der eco-Verband der Internetwirtschaft zusammen mit der Unternehmensberatung Arthur D. Little, werde das Volumen 4,3 Milliarden Euro im deutschen Markt betragen.

Wer also auf der IMM, der Kölner Möbelmesse, einen Eindruck bekommen will, welche Trends fürs Wohnen in Zukunft wirklich wichtig sind, ist gut beraten, einen Schlenker zur Halle 4.2 zu machen – vorbei an Polstermöbeln, Kücheneinrichtungen und Schlafzimmerschränken. Dort steht bereits zum dritten Mal ein Smart Haus, durch das zu festen Zeiten Führungen geplant sind.

Von der Garage bis zum Gästezimmer – kein Lebensbereich, der nicht von der Vernetzung betroffen ist. So sie denn gewünscht ist: Die Prioritätenliste der Deutschen ist dabei vor allem auf Sicherheit bedacht. Einbruchssicherung, Gesundheitstechnik und Brandschutz zählen zu den wichtigsten Bedürfnissen der heutigen Kunden.

Das Kölner Haus in der Halle spielt einige Szenarien durch, so der Director Smart Home Project, Thomas Postert. Zum Beispiel die Planung einer Autoreise, die die vernetzten Fahrzeuge der Zukunft übernehmen werden und den kaffeetrinkenden Bewohner rechtzeitig in der Küche informiert, wann die Reise anzutreten sei. Realität sind bereits Fernseher wie Samsungs Modell Frame, das auch als Gemäldedarsteller genutzt wird und damit im ausgeschalteten Zustand nicht sinnlos hässlich an der Wand hängt. Oder per App zu steuernde LED-Leuchten von dem Zulieferer Häfele, die in den Möbeln verschwinden und dann Licht spenden, wenn der Nutzer es braucht.

"Das Smart Home wird so aber nur kommen, wenn der Kunde es will", sagt Postert. Dazu sei es nötig, dass sich die Hersteller von dem Gedanken verabschiedeten Insellösungen anzubieten. Offene Plattformen, die es am Ende allen Geräten im Haus erlauben, miteinander zu kommunizieren, seien dafür unabdingbar.

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