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Wohlstandsentwicklung Bestimmt Geduld den Wohlstand der Nationen?

Nationaler Wohlstand: Welche Rolle spielt die Geduld? Quelle: Illustration: Martin Haake

Was macht Nationen reich? Neue wissenschaftliche Studien kommen zu dem Schluss: Es ist auch die menschliche Geduld, die für Kapitalbildung, Investitionen und Prosperität sorgt.

Warum sind die Dänen im Schnitt doppelt so reich wie die Spanier und die Spanier fast acht Mal so reich wie die Menschen in Angola? Warum verfügen die Kanadier über ein fünf Mal höheres Pro-Kopf-Einkommen als die Brasilianer?

Es sind solche Grundfragen der Ökonomie, die Armin Falk umtreiben. Der Direktor des Behavior and Inequality Research Institute in Bonn ist einer der forschungsstärksten Ökonomen Deutschlands – und ein interdisziplinärer Grenzgänger zwischen Ökonomie, Psychologie, Geschichte und Neurowissenschaften. Mögen andere Volkswirte mathematische Modelle kalibrieren, in denen sie das Verhalten der Menschen per Annahme festlegen. Falk bohrt tiefer. Der 50-Jährige erforscht die Wurzeln und die Bestimmungsgründe, die das Handeln der Menschen und ihren Wohlstand beeinflussen.

Falk sagt, es seien die fundamentalen Präferenzen, die das Verhalten der Menschen prägen: Geduld, Risikoneigung, Vertrauen, Altruismus, Gegenseitigkeit im sozialen Austausch. Wie diese weltweit unter den Menschen verteilt sind, war bisher weitgehend unbekannt. Um diese Erkenntnislücke zu schließen, hat Falk ein groß angelegtes Forschungsprojekt gestartet, das die Vorlieben und Neigungen der Menschen weltweit vermisst.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
20. Platz: Jack MaDer Gründer von Alibaba leitet eines der größten E-Commerce-Unternehmen der Welt. Sein Vermögen beläuft sich laut der „Forbes“-Liste 2018 auf 39 Milliarden Dollar, rund zwei Milliarden mehr als vor einem Jahr. Die „Forbes“-Zahlen sind nur Schätzungen, die aber auf einem der weltweit aufwendigsten Schätzverfahren basieren und in der Branche als weitgehend zuverlässig gelten. Quelle: dpa Picture-Alliance
19. Platz: Mukesh AmbaniDer Vorstandsvorsitzende von Reliance Industries, einem Petrochemiegiganten aus Indien, konnte sein Vermögen in den letzten zwölf Monaten auf nunmehr 40,1 Milliarden Dollar fast verdoppeln. Quelle: REUTERS
18. Platz: Francoise Bettencourt-MeyersNachdem Liliane Bettencourt im September 2017 starb, erbte ihre Tochter das L'Oréal-Vermögen. 42,2 Milliarden Dollar machen Francoise Bettencourt-Meyers zur zweitreichsten Frau der Welt. Quelle: AP
17. Platz: Ma HuatengDer 46-jährige Chinese entwickelte den in Asien populären Messenger „Tencent QQ”. Damit erreicht er nicht nur fast eine Milliarde Nutzer, sondern erwirtschaftete auch ein Privatvermögen von 45,3 Milliarden Dollar. Im März 2017 waren es noch 20 Milliarden US-Dollar weniger. Quelle: AP
16. bis 14. Platz: Alice, Jim und Robson WaltonWalmart, die größte Supermarktkette der Welt, macht auch die Erben reich: Jim Walton (links) bringt es 2018 auf 46,4 Milliarden Dollar und überholt im Vergleich zum Vorjahr seine beiden Geschwister Sam Walton (Platz 15: 46,2 Milliarden Dollar) und Alice Walton (Platz 16: 46 Milliarden Dollar). Quelle: AP
13. Platz: Sergey BrinGoogle-Mitgründer Sergey Brin ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und gilt als Kritiker der Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump. Das Vermögen des gebürtigen Russen, der im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern in die USA auswanderte, beläuft sich auf satte 47,5 Milliarden Dollar. Ein Vielfaches mehr, als der derzeitige US-Präsident besitzt (3,1 Milliarden Dollar laut „Forbes“). Quelle: AP
12. Platz: Larry PageNachdem sie sich an der Stanford University kennengelernt hatten, gründete Page gemeinsam mit Sergey Brin Google. Heute ist der 44-Jährige Vorstandschef der Google-Muttergesellschaft Alphabet und belegt mit einem Vermögen von 48,8 Milliarden Dollar (2017: 40,7 Milliarden Dollar) den zwölften Platz. Quelle: dpa

Herausgekommen ist ein empirisch gestütztes Narrativ über die Wohlstandsentwicklung und -verteilung der Menschheit, das vieles über den Haufen wirft, was bisher zum gesicherten Wissensschatz der Ökonomie zählte. Zentrale Ergebnisse der Untersuchungen erscheinen demnächst im „Quarterly Journal of Economics“, einer der angesehensten ökonomischen Fachzeitschriften der Welt. So interessant Falks Erkenntnisse klingen, sie sind nicht mehr als ein neuer Erklärungsansatz. Schließlich ist er nicht der erste Ökonom, der sich der Frage widmet, warum die Menschen in einigen Ländern reich, in andern hingegen arm sind.

Schon der Urvater der Nationalökonomie, der schottische Moralphilosoph Adam Smith (1723–1790), hatte sich auf die Suche nach den Ursachen des „Wohlstands der Nationen“ begeben. Smith sah vor allem in der Arbeitsteilung und dem menschlichen Eigennutz die Quellen von Prosperität. Knapp 200 Jahre später kam der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Solow zu dem Schluss, dass Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft von drei Faktoren abhängen: der Menge und Qualität der Arbeitskräfte (Humankapital), den zur Verfügung stehenden Maschinen und Anlagen (Sachkapital) sowie dem technischen Fortschritt (Faktorproduktivität).

Wie Robinson Crusoe

Ungeklärt blieb jedoch die Frage, warum einige Länder über mehr und besser ausgebildete Arbeitskräfte, einen größeren und moderneren Kapitalstock und höhere Produktivität verfügen.

Der Soziologe Max Weber (1864–1920) führte Unterschiede im Wohlstand auf kulturell-religiöse Faktoren, allen voran die „protestantische Ethik“, zurück – eine Erklärung, an die später der US-Wirtschaftshistoriker David Landes (1924–2013) anknüpfte. Der US-Ökonom Jeffrey Sachs hingegen sieht die geografischen Bedingungen als entscheidend dafür an, ob ein Land reich wird oder arm bleibt. Der amerikanisch-türkische Ökonom Daron Acemoglu wiederum weist auf die Bedeutung von Institutionen wie Privateigentum und die Herrschaft des Rechts als Bestimmungsgründe für die Kapitalbildung und den Wohlstand hin.

Auch wenn all diese Faktoren den Wohlstand beeinflussen, so bieten sie dennoch keine Letzterklärung für die Unterschiede zwischen den Ländern. Denn weder die Kultur noch die religiöse Haltung, noch die Institutionen fallen vom Himmel. Menschen haben sie unter bestimmten äußeren Bedingungen entwickelt.

Was also steckt dann hinter den Wohlstandsunterschieden? „Um Wohlstand zu schaffen, muss man in Sach- und Humankapital investieren“, sagt Falk. Das aber erfordere vor allem eines: Geduld. Oder wie Ökonomen es ausdrücken: eine geringe Zeitpräferenz, also eine nur schwache Vorliebe für sofortigen Konsum.

Wo die reichsten Anleger und Sparer wohnen

Jeder nachhaltigen Investition muss eine Phase des Sparens vorausgehen. Wenn Robinson Crusoe auf seiner Insel mehr Fische fangen will, als er mit bloßen Händen aus dem Wasser holen kann, muss er ein Netz bauen. Dazu muss er zuvor einige Fische beiseite legen, von denen er sich ernährt, während er Zeit in den Netzbau investiert. „Je geduldiger die Menschen sind und je mehr sie sparen, desto mehr investieren sie in Sachkapital und Bildung – und umso produktiver und reicher sind sie“, sagt Falk.

80.000 Menschen befragt

Dieser Zusammenhang gilt für jeden Einzelnen, aber auch für ganze Nationen. Für seine Langfriststudien hat Falk das international tätige Umfrageinstitut Gallup beauftragt, 80.000 Menschen in 76 Ländern nach ihren Präferenzen, darunter auch nach der Zeitpräferenz, zu befragen. Die ausgewählten Länder repräsentieren 90 Prozent der Weltbevölkerung und 90 Prozent des Welteinkommens.

Um geeignete Fragebögen zu entwickeln, hatte Falk zuvor Laborexperimente mit Studenten der Bonner Universität durchgeführt, an der er lehrt. „So konnten wir sicherstellen, dass unsere Fragen die Präferenzen der Menschen richtig erfassen“, sagt der Ökonom.

Seine empirischen Ergebnisse zeigen, dass die Geduld der Menschen in Skandinavien, Westeuropa und den englischsprachigen Ländern am größten ist, wobei es innerhalb Europas ein Nord-Süd-Gefälle gibt. Geduld und Wohlstand sind dabei eng miteinander verknüpft. „Von allen untersuchten Einflussgrößen hat die Geduld mit weitem Abstand den größten Einfluss auf das Pro-Kopf-Einkommen, sie ist der entscheidende Faktor, warum einige Länder reich, andere hingegen arm sind“, sagt Falk.

Dabei zeigt sich: Geduld ist ein langfristig wirksamer Faktor. Denn sie korreliert nicht nur stark mit den aktuellen Pro-Kopf-Einkommen der Länder, sondern auch mit deren Wachstumsraten in den vergangenen 200 Jahren. Steigt die Geduld um eine Einheit, so geht dies mit einer um 0,5 bis 1,1 Prozentpunkte höheren Wachstumsrate der Pro-Kopf-Einkommen einher. Auch innerhalb der Länder gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen Geduld und Einkommen. Regionen mit geduldigeren Menschen verfügen über mehr Wohlstand als andere.

Dabei kann es im Zusammenspiel mit funktionierenden Institutionen zu einem Tugendkreislauf kommen. Ist die Bevölkerung eines Landes geduldig und handelt vorausschauend, so wird sie gute Institutionen, etwa ein unabhängiges Justizwesen, aufbauen. Auch das Privateigentum, die Vertragsfreiheit sowie freier Wettbewerb gehören zu den Institutionen, die Wachstum und Wohlstand fördern. Sie geben den Menschen Planungssicherheit, erhöhen ihre Geduld und damit die Bereitschaft, in Sachkapital und Bildung zu investieren. So könnte das Zusammenspiel der hohen Geduld in Europa mit der Entwicklung funktionierender Institutionen dazu beigetragen haben, dass die industrielle Revolution Ende des 18. Jahrhunderts auf dem alten Kontinent stattfand und der Menschheit einen bis dahin unvorstellbaren Wohlstandszuwachs bescherte.

Umgekehrt besteht die Gefahr eines Teufelskreislaufs, etwa wenn die Lebenserwartung in einem Land aufgrund eines desolaten Gesundheitswesens oder einer schlechten Sicherheitslage gering ist – und die Menschen dies auch wissen. Dann bevorzugen sie den schnellen Konsum, statt in Sachkapital oder in die eigene Bildung und die ihrer Kinder zu investieren. Dieses – mikroökonomisch durchaus rationale – Verhalten bremst nachhaltig die Wohlstandsentwicklung etwa in Entwicklungsländern. „Bessere Institutionen können helfen, eine Abwärtsspirale zu durchbrechen“, sagt Falk. Dazu bedarf es in vielen Ländern grundlegender Änderungen, auch des politischen Systems. Denn wo Diktatoren und und korrupte Eliten herrschen, lassen sich nur schwer funktionierende Institutionen aufbauen, denen Menschen vertrauen.

Jahrtausendelange Prägung

Warum aber ist die Geduld so ungleich über den Globus verteilt? Eine Antwort könnte die Migrationsgeschichte der Menschheit geben, glaubt Ökonom Falk. Als sich unsere Vorfahren vor etwa 50.000 Jahren, ausgehend von Ostafrika, aufmachten, den Globus zu erobern, erfolgten die Wanderungen nach einem Muster.

Menschen wanderten in ein Gebiet, bis der Bevölkerungsdruck dort stieg und eine oder mehrere Untergruppen weiterzogen, um neues Land zu besiedeln. „Wenn Bevölkerungen längere Zeit getrennt voneinander leben, entwickeln sie unterschiedliche Genpools“, schreiben Falk und Co-Autoren in einer gerade veröffentlichten Studie über die Ursprünge der globalen Präferenzunterschiede.

Diese Unterschiede können entweder zufällig auftreten oder durch die örtlichen Lebensumstände, etwa das Klima, ausgelöst werden, denen man sich anpassen muss, um nicht auszusterben. Weil spezifische Verhaltensweisen der Menschen über Generationen weitergegeben werden, könnten sich mit zunehmender Zeit unterschiedliche Zeitpräferenzen in verschiedenen Regionen herausbilden. Zudem könnten unterschiedliche historische Erfahrungen, die ebenfalls mit der Dauer der Trennung zunehmen, Präferenzunterschiede nach sich ziehen.

Wie Sie tote Zeit effektiv nutzen
Tipp 1: In kürzeren Einheiten denkenWer kleiner denkt, schafft oft mehr. Experten raten daher, sich den Tag in 96 kleine 15-Minuten Blöcke aufzuteilen. Das heißt nicht, dass alle Tätigkeiten nur eine Viertelstunde dauern sollen, hilft aber dabei, den Tag besser zu planen. Große Aufgaben, die vorher noch erschlagend wirkten, erscheinen so auf einmal lösbar und weniger aufwendig als noch zuvor. Und plötzlich ergeben sich plötzlich kleine 15-minütige Pausen zwischen zwei Terminen, die dann effektiv genutzt werden können. Quelle: dpa
Erledigte Aufgaben abhakenDieser Trick stammt aus dem Bereich des Zeitmanagements und der Selbstorganisation. Selbst kleine und scheinbar ganz banale Aufgaben können Spaß machen, wenn Sie diese auf einer To-Do-Liste aufschreiben und dann Stück für Stück abhaken. Das geht am besten ganz altmodisch mit Stift und Papier. Bereits der Vorgang des Aufschreibens und dann das Gefühl beim Durchstreichen oder abhaken einer Aufgabe kann Ihre Stimmung enorm steigern. Quelle: Fotolia
Tipp 3: Wartezeit als Pause willkommen heißenAuch locker lassen schadet nicht. Nicht jede 15-minütige Pause muss aktiv genutzt werden. Im Gegenteil: Oft ist es effektiver, 15 Minuten lang einfach mal nichts zu tun, aus dem Fenster zu schauen oder einen Tee zu trinken. Denn genau diese Pausen brauchen wir als notwendige Regenerationsphasen. Quelle: dpa
Tipp 4: ZeitmanagementBevor Sie einen Termin ansetzen, eine Konferenz oder ein Meeting, sollten Sie sich genau überlegen, wie viel Zeit Sie dafür einplanen wollen. Jede Einladung bei Outlook ist für eine Stunde, auch wenn viele Themen oft in 20 Minuten bei einem Kaffee hätten besprochen werden können. Natürlich braucht es Koordination, sobald externe Personen oder mehr als zwei bis drei Personen beteiligt sind. Aber wenn nicht jeder Teilnehmer 80 Prozent seiner Woche mit einstündigen Meetings blockiert hat, finden sich auch einfacher kurze Zeitfenster. Quelle: AP
Tipp 5: Bus- und Bahnfahrten effektiv nutzenSchon auf dem Weg ins Büro lässt sich Zeit sinnvoll nutzen. Viele Leute sind auf dem Bahnsteig, in Bussen oder Bahnen permanent mit ihrem Handy beschäftigt. Der Grund: Wer unterwegs E-Mails und Social-Media Kanäle checkt und kurz beantwortet, muss das im Laufe des Tages nicht mehr machen. Auch im Zug geht das prima, dort gibt es oft sogar Laptop-Arbeitsplätz und Steckdosen. Auch während der Wartezeiten, bis der Zug kommt, können Sie Dinge auf ihrer To-Do Liste abhaken. Quelle: REUTERS
Tipp 6: SelbstbeobachtungAchten Sie auf sich und Ihre Art zu arbeiten. Denn jeder Mensch ist anders. Während der eine ein Morgenmensch ist, der schon nach dem Frühstück viel erledigen kann, dann stehen sie früh auf und reservieren Sie sich eine störungsfreie Zeit, in der Sie in Ruhe arbeiten. Sind Sie ein Morgenmuffel und erst ab mittags so richtig warmgelaufen, dann starten Sie lieber gemütlich in den Tag. Teilen Sie sich Ihren Tag ein, so wie es Ihnen am effektivsten erscheint. Quelle: dpa/dpaweb
Tipp 7: Zeitinseln schaffenWenn Sie Ihren Tag in 15-Minuten-Blöcke aufgeteilt haben und feststellen, dass Sie komplett ausgebucht sind, schaffen Sie sich bewusst kleine Zeitinseln. Regenerationsphasen fördern die Konzentration und ein kleiner Power-Nap oder ein fünfminütiger Spaziergang fördern die Leistungsfähigkeit. Quelle: dpa

Mithilfe von Messwerten zu genetischer Distanz und Migrationsrouten von Afrika in andere Kontinente zeigen Falk und Co., dass Länder in ihren Zeitpräferenzen umso verschiedener sind, je länger der Zeitpunkt der Trennung von Populationen zurückliegt. „Die jahrtausendelange Prägung durch Lebensumstände, Schocks, Krisen und klimatische Anomalien wirkt bis heute nach“, sagt der Bonner Forscher. Die Unterschiede in den Präferenzen seien bei der Risikoscheu und dem Altruismus sogar noch stärker ausgeprägt als bei der Geduld.

Konsumbedürfnisse bremsen

Die These, dass globale Wohlstandsunterschiede im Kern auf die unterschiedliche Geduld der Bevölkerung in den betrachteten Ländern und Regionen zurückzuführen ist, dürfte kontroverse Diskussionen auslösen. Zumal höhere Geduld laut Falk mit höheren kognitiven Fähigkeiten einhergeht.

Kritiker dürften dem entgegnen, dass Geduld Folge von Wohlstand und Rechtssicherheit sei: Wer keine Not leidet und weiß, dass ihm nichts weggenommen wird, kann leichter auf sofortigen Konsum verzichten.

Um anderen Forschern die Möglichkeit zu geben, seine Berechnungen nachzuvollziehen, will Falk seine Daten demnächst der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Dabei weiß er durchaus um den Schatz, den diese für die Forschung darstellen. Um ihn zu heben, dürfte Geduld – ausnahmsweise – nicht das probateste Mittel sein. Denn auch unter Forschern gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – und bekommt die wissenschaftliche Anerkennung für seine Studien.

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