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Lohnverhandlungen Verdi spricht von Tarifabschluss in Versicherungsbranche

Nach Gewerkschaftsangaben erhalten die Beschäftigung ab April 2,8 Prozent mehr Gehalt. Ab Juni 2021 gibt es weitere zwei Prozent Lohnsteigerung.

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170.000 Angestellte der privaten Versicherungsbranche erhalten mehr Geld. Quelle: dpa

In den Tarifverhandlungen für die 170.000 Angestellten der privaten Versicherungsbranche ist es nach Gewerkschaftsangaben zu einer Einigung gekommen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verständigte sich mit dem Arbeitgeberverband AGV in der dritten Verhandlungsrunde in München auf eine Gehaltsanhebung in zwei Stufen, wie Verdi am Samstag mitteilte.

Demzufolge ist ab dem 1. April 2020 eine Steigerung um 2,8 Prozent vorgesehen sowie eine weitere ab dem 1. Juni 2021 um 2,0 Prozent. Zusätzlich sollen die Beschäftigten zum 1. Dezember 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro erhalten. Die Laufzeit des Tarifvertrages betrage 29 Monate bis Ende Januar 2022. Die Tarifkommission von Verdi habe dem Resultat zugestimmt.

„Dieses Ergebnis, das gegenüber dem Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlungsrunde deutlich verbessert wurde, konnte nur deshalb erzielt werden, weil sich die Versicherungsbeschäftigten für ihre Forderungen starkgemacht und sehr engagiert Streiks durchgeführt haben“, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Martina Grundler.

Die Gewerkschaft hatte sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Nach früherer Auskunft von Verdi wäre das vorherige Angebot der Arbeitgeber bei einer Laufzeit von 34 Monaten lediglich auf eine durchschnittliche Gehaltsanhebung von 1,18 Prozent pro Jahr hinausgelaufen.

Eine weitere Forderung von Verdi war, dass die Beschäftigten von Versicherern wie Allianz, Ergo und Talanx künftig die Wahl haben, statt der Tariferhöhung zusätzliche freie Tage zu nehmen. Hierzu wurde eine „Verhandlungsverpflichtung“ vereinbart, wie die Gewerkschaft nun bekanntgab. „Die Möglichkeit, Tariferhöhungen in zusätzliche freie Tage umzuwandeln, wäre ein deutlicher Zugewinn für die Beschäftigten“, unterstrich Grundler.

Mehr: Der öffentliche Dienst hinkt bei der Tarifentwicklung hinterher. Die Gewerkschaften wollen den Rückstand aufholen – und so auch Nachwuchs anlocken.

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