Machtpoker um ATU Aigner appelliert an Deutsche Bank

Die Zukunft der angeschlagenen Autowerkstattkette ATU ist weiterhin ungewiss. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hofft, dass eine Insolvenz noch verhindert werden kann.

Geht das Unternehmen in die Insolvenz, sind 10.000 Arbeitsplätze gefährdet. Quelle: dpa

WeidenIm Poker um die angeschlagene Autowerkstattkette ATU hat Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Beteiligten zur Vernunft aufgerufen. „Ich appelliere an die Verhandlungspartner, insbesondere das Management der Deutschen Bank, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden“, teilte Aigner am Donnerstag mit. Eine Insolvenz kenne keine Gewinner und gefährde 10.000 Arbeitsplätze in Deutschland. „Ich habe kein Verständnis für Machtpoker auf dem Rücken der Arbeitnehmer. Die verbleibende Zeit muss genutzt werden, um einen Kompromiss zu erzielen, der die Zukunft von ATU sichert.“

An diesem Donnerstag wird eine Entscheidung um die Zukunft des oberpfälzischen Unternehmens ATU erwartet. Die französische Werkstattkette Mobivia hatte im September einen Kaufvertrag unter Vorbehalt unterschrieben.

Der Knackpunkt waren jedoch die bisherigen, überhöhten Mieten für die Werkstätten. Nachdem die Immobiliengesellschaften marktübliche Mieten in Aussicht gestellt hatten, forderte sie eine Sonderzahlung von 100 Millionen Euro. Hinter dem niederländischen Vermieter Lino stecken als Kreditgeber unter anderem die Deutsche Bank sowie Hedgefonds.

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