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Manager-Studie Beim Gehalt sind die Digitalen König

Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Top-Manager in dem Bereich sind heiß begehrt – und sind laut einer Studie beim Gehalt die großen Gewinner. Wo am besten bezahlt wird.

Innerhalb von Unternehmen führen die Top-Manager die Gehaltslisten an, die für den Bereich Digitalisierung verantwortlich sind. Quelle: Imago

Der Kampf um die digitalen Talente ist längst entbrannt. Inzwischen gibt es kaum mehr ein Unternehmen, das sich nicht der digitalen Transformation verschrieben hat. Autohersteller, Finanzdienstleister und Stromkonzerne sind davon ebenso betroffen wie Einzelhändler, Werbeagenturen und Medien.

Der Prozess, der die Arbeitsabläufe auf den Kopf stellt, erfordert ein gehöriges Maß an Know-how. Davon profitieren all jene, die über entsprechende digitale Expertise verfügen. Das Resultat: Ihre Gehälter steigen stetig.

Innerhalb von Unternehmen führen daher die Top-Manager die Gehaltslisten an, die für den Bereich Digitalisierung verantwortlich sind: Sie verdienen im Schnitt 249.839 Euro, das sind neun Prozent als 2014. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gehaltsstudie der Personalberatung Cribb, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Das letzte Mal hat Cribb diese Daten vor zwei Jahren erhoben.

Auf welche Bereiche wirkt sich die Digitalisierung im Arbeitsalltag aus?

Erneut zeigt sich: Digital is king. Sogar das General Management verdient mit durchschnittlich 210.858 Euro laut Studie weniger als die Digitalhäuptlinge. Die Schlusslichter in der Einkommenshierarchie sind laut Cribb die Geschäftsführer und Vorstände, die die Bereiche Marketing und Produktmanagement verantworten. Deren Jahreseinkommen liegt im Schnitt bei 155.148 Euro respektive 138.567 Euro.

Die Personalberatung hat im Frühjahr und Sommer 2016 gut 400 Geschäftsführer und Vorstände nach ihren Gehältern und Gehaltszulagen befragt. In der Umfrage zeigt sich: Jeder zweite Befragte erhält einen Dienstwagen, jeder Fünfte Beteiligungen und Aktienoptionen, und jeder Dritte eine betriebliche Altersvorsorge. Jeder Vierte erhält hingegen gar keine Zusatzleistungen.

In diesen Bundesländern verdienen Arbeitnehmer am meisten
Schleswig-Holstein Quelle: dpa
Niedersachsen Quelle: dpa
Bremen Quelle: dpa
Saarland Quelle: dpa
Rheinland-Pfalz Quelle: dpa
Hamburg Quelle: dpa
Nordrhein-Westfalen Quelle: dpa

„Der Transfer von Führungskräften aus der Digitalwirtschaft in klassische Unternehmen ist seit einigen Jahren ein sehr nachgefragtes Thema. Damit dies den gewünschten Erfolg hat, müssen allerdings die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt Dwight Cribb, Geschäftsführer der gleichnamigen Personalberatung. In der Studie hat er die Gründe zusammengetragen, die einen Wechsel von der boomenden Digitalwirtschaft in klassische, weniger dynamische Branchen behindern, dazu zählen vor allem „zu viel politische oder organisatorische Bürokratie“, „zu lange Entscheidungswege“ und „weniger unternehmerischer Einfluss“. Einmal digital, immer digital?

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