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Map-Report 2018: Die besten PKV Debeka löst Provinzial als beste Privatkrankenkasse ab

Der Branchendienst Map-Report hat wieder mal die besten privaten Krankenversicherungen gesucht – mit erfreulichen Ergebnissen für Kunden.

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Die Koblenzer errangen in der aktuellsten Auswertung den Spitzenplatz. Quelle: dpa

Frankfurt Der Map-Report zur privaten Krankenversicherung (PKV) ist jedes Jahr so etwas wie die Abschlusstabelle der Fußball-Bundesliga. Wer ganz oben steht, darf sich über den Meistertitel freuen. In diesem Jahr geht der indes – anders als im Fußball – an einen anderen Vertreter der Branche.

Die Debeka steht diesmal ganz oben und hat den Vorjahressieger Provinzial hinter sich gelassen. Das gab der Branchendienst Map-Report in der Nacht zum Donnerstag bekannt. 83,4 von 100 möglichen Punkten erzielte der Anbieter aus Koblenz und damit so viel wie kein Konkurrent.

Gewertet wurde in den drei Kategorien Bilanzkennzahlen, Service und Vertragsdaten. Überall war Debeka in den Top-Bewertungen. Die zweiplatzierte Provinzial schaffte 78,96 Punkte. Die Bestbewertung „mmm“, die der Map-Report als Zeichen für besondere Qualität ausgibt, erhalten auch Signal Iduna (75,5), SDK (73,2), Alte Oldenburger (71,55), R+V (71,51) LVM (71,50), Huk-Coburg (71,15) und Barmenia (70,3).

Eine Stufe tiefer und mit dem Siegel „mm“ für sehr gute Leistungen ausgestattet landeten unter anderem Allianz, Pax-Familienfürsorge, Hansemerkur, Concordia und DKV.

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    Insgesamt stellten die Experten des Map-Reports die erfreuliche Entwicklung für die Kunden fest, dass die Preise in der privaten Krankenversicherung nicht mehr so stark steigen wie in der Vergangenheit. Während sie im Jahr 2016 noch im Schnitt um 6,6 Prozent anzogen, waren es im abgelaufenen Jahr mit 2,9 Prozent weniger als die Hälfte dessen.

    Insgesamt waren zuletzt in Deutschland rund 8,7 Millionen Menschen privat krankenversichert. Die restlichen knapp 90 Prozent der Bevölkerung gehören einer Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) an.

    Die PKVs teilen ihren Kunden jedes Jahr in der Zeit zwischen Ende November und Anfang Dezember mit, wie sehr sich die Beiträge im kommenden Jahr verändern werden. Bei vielen Versicherten bleibt dann alles beim Alten, andere wiederum müssen Steigerungen von teils über hundert Euro im Monat hinnehmen.

    Die Aufregung gerade bei ihnen ist dann besonders hoch. Allerdings bleibt auch kein Kunde dauerhaft verschont, selbst wenn mehrmals hintereinander die Beiträge auf der Stelle treten. Dass es irgendwann jeden mit einer größeren Erhöhung trifft, liegt an den Vorgaben, die die Politik den Privaten Krankenkassen einst gemacht hat.

    Demnach darf eine Beitragsanpassung nur erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich mindestens zehn Prozent über der ursprünglichen Kalkulation liegen. Ein unabhängiger Treuhänder entscheidet darüber.

    So kann es kommen, dass ein Kunde ein oder mehrere Jahre keine Beitragserhöhungen erhält, weil die Preissteigerungen unter dieser Schwelle liegen und nicht weitergegeben werden. Dann aber wird es für Versicherte schmerzhaft. Grund für die Preissteigerung ist der teure medizinische Fortschritt. Anschaffungen für Geräte, aber auch stetig steigende Kosten für Medikamente machen den Kassen zu schaffen.

    Neben dem teuren medizinischen Fortschritt belastet die privaten Krankenkassen schon seit Jahren die anhaltende Niedrigzinsphase. Das System sieht vor, dass ein großer Teil der Beiträge aufgespart wird, wenn dann im Alter die Kosten für die Gesundheitsversorgung steigen.

    Die so genannten Altersrückstellungen werden dabei am Kapitalmarkt angelegt, darunter sind noch heute viele langlaufende Anleihen, die überdurchschnittlich hohe Zinsen garantieren. Von denen laufen jedoch jedes Jahr etliche aus. Eine Wiederanlage ist nur noch zu geringeren Zinsen möglich. Die 3,7 Prozent, die im vergangenen Jahr im Schnitt noch erzielt wurden, sind auf Dauer sicherlich nicht zu halten. Auch hier erwächst den Krankenkassen zusehends ein Problem.

    Wer hier als Kunde dagegen steuern will, weil er sich die Beitragssteigerungen nicht mehr leisten kann oder will, der bekommt von seinem Versicherer häufig den Wechsel in einen anderen Tarif angeboten. Der kann den gleichen Versicherungsschutz bieten, aber auch eine abgespeckte Form mit weniger Leistungen.

    Eine Abwägung von Kosten und Nutzen ist damit im Einzelfall nötig. Andererseits finden sich womöglich wirklich schnell Leistungen, die verzichtbar sind. Das mögen bei dem einen die Behandlung beim Heilpraktiker sein, beim anderen das Einzelzimmer bei einem Krankenhausaufenthalt. Auch die Erhöhung des Eigenanteils kann eine Alternative sein.

    Sollte die finanzielle Not tatsächlich so groß sein, dass sich der Versicherte nur das Allernötigste leisten kann, dann sind auch noch die beiden gesetzlich verankerten Sozialtarife Standard und Basis möglich, die jede private Kasse anbietet.
    Wenig ratsam ist dagegen in der Regel der Wechsel zu einem anderen Anbieter. Zum einen kann so nur ein Teil des angesparten Geldes aus der Altersrückstellung mitgenommen werden. Zum anderen droht in der Regel eine weitere Gesundheitsprüfung.


    Die Rangliste im Detail

    Bilanz: Nettorendite, Bewertungsreservequote, RfB-Zuführung und -Bestand, Versicherungsgeschäftliches Ergebnis, Überschussverwendung, Vorsorgequote, Verwaltung, Abschluss und Solvabilität.
    Service: Storno, Frühstorno, Prozesse, Beschwerden, Gesundheitsmanagement und Transparenz.
    Vertrag: Vollkostenversicherung Angestellter, Restkostenkostenversicherung Bundesbeamter, Stationäre Zusatzversicherung und Flexibilität der Tarife.

    Gesellschaft

    Bilanz

    Service

    Verträge

    Summe

    Punkte max.

    Punkte

    Rating

    Debeka22,825,8534,7583,410083,4mmm
    Provinzial24,620,530,775,89678,96mmm
    Signal Iduna23,619,5532,3575,510075,5mmm
    SDK19,621,9531,6573,210073,2mmm
    Alte Oldenburger2620,724,8571,5510071,55mmm
    R+V23,224,8520,668,659671,51mmm
    LVM25,223,1523,1571,510071,5mmm
    Huk-Coburg17,423,327,668,39671,15mmm
    Barmenia15,824,430,170,310070,3mmm
    Allianz19,821,726,6568,1510068,15mm
    Pax-Familienfürsorge17,221,7526,465,359668,07mm
    Hansemerkur2120,725,3567,0510067,05mm
    Concordia16,617,8529,7564,29666,88mm
    DKV16,622,3525,9564,910064,9mm
    Mecklenburgische1812,5518,454984,557,99m
    Arag20,81,422,222,2nr
    Hallesche21,40,822,222,2nr
    Universa19,21,220,420,4nr
    Nürnberger18,41,62020nr
    Inter18,40,61919nr
    Landeskrankenhilfe18,40,61919nr
    Central18,40,218,618,6nr
    Münchener Verein17,40,818,218,2nr
    UKV15,61,617,217,2nr
    Continentale15,81,21717nr
    DEVK1521717nr
    Gothaer14,60,214,814,8nr
    Bayerische Beamtenkranken13,2114,214,2nr
    Württembergische11,2213,213,2nr
    Axa1201212nr

    Bewertet wurden ausschließlich die am Rating teilnehmenden Gesellschaften. Punkte max. bedeutet bei einem Wert von unter 100, dass für die jeweilige Gesellschaft das Bewertungsraster an die gemeldeten Daten angepasst wurde. Benachteiligungen der Teilnehmer sollen dadurch verhindert werden. Die Mecklenburgische beispielsweise bietet keine Tarife für Beamte an. Deshalb ist es für die Hannoveraner im Vertragsteil zu den Beispielrechnungen und der Flexibilität der Tarife nicht möglich die volle Punktzahl zu erzielen. Ähnlich verhält es sich für die Entwicklung der Bestandsbeiträge ab dem Jahr 1982. Wenn eine Gesellschaft noch nicht lange genug am Markt ist, um für dieses Beispiel Daten zur Verfügung zu stellen, wurde die zu erzielende Punktzahl entsprechend angepasst. (Quelle: Map-Report 2018)

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