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Mario Draghi EZB-Chef will Risiken im Schattenbanksektor besser bekämpft sehen

Gefahren in Kredit- und Geldgeschäften abseits der Bankenbranche seien durch einen „unvollständigen Werkzeugkasten“ eingeschränkt, so EZB-Chef Draghi.

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Der Chef der Europäischen Zentralbank sorgt sich um Risiken im Schattenbanksektor. Quelle: Reuters

Berlin Angesichts der wachsenden Bedeutung des sogenannten Schattenbankensektors in der EU braucht die Aufsicht laut EZB-Chef Mario Draghi neue Instrumente zur Bekämpfung von Risiken. Die Möglichkeiten zum Angehen von Gefahren in Kredit- und Geldgeschäften abseits der Bankenbranche seinen durch einen „unvollständigen Werkzeugkasten“ eingeschränkt, sagte Draghi am Donnerstag in Frankfurt.

Er ist zugleich Chef des Europäischen Systemrisikorats (ESRB). Laut Draghi steht der unzureichend regulierte Schattenbankensektor mittlerweile für rund 40 Prozent des Finanzsystems in der gesamten EU.

Der Italiener sagte, die zusätzlichen Instrumente würden benötigt, um Liquiditätsrisiken anzugehen. Zudem gehe es um Gefahren, die mit der Nutzung von Fremdkapital bei manchen Investmentfonds auftauchen könnten. „Auch den Fondsmanagern muss eine breitere Palette von Instrumenten an die Hand gegeben werden, um solche Risiken besser managen zu können.“

Der ESRB entstand nach der weltweiten Finanzkrise. Er hat neben Aufsichtsfunktionen für Banken, Versicherungen und Börsen die Aufgabe, Gefahren für das Finanzsystem möglichst frühzeitig zu erkennen. Als Lehre aus der Krise wurden zwar für traditionelle Banken strengere Regeln eingeführt. Kritiker bemängelten zuletzt immer wieder, dass es im Schattenbankensektor aber noch Regulierungsbedarf gebe.

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