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Martins Kazaks Lettlands Notenbankchef: EZB könnte im Juni Anleihenkäufe drosseln

Die EZB hat in den vergangenen Wochen das Tempo des Pepp-Programms erhöht. In der Diskussion steht jetzt eine baldige Reduzierung des Kaufvolumens.

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Die nächste Zinssitzung der Notenbank findet am 10. Juni statt. Quelle: dpa

Die EZB kann bei einem anhaltend positiven Wirtschaftsumfeld aus Sicht von Lettlands Notenbankchef Martins Kazaks womöglich ihre Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur in der Coronakrise drosseln. „Wenn die Finanzierungsbedingungen günstig bleiben, können wir im Juni entscheiden, weniger zu kaufen“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) der Agentur Bloomberg in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Im Anleihenkaufprogramm Pepp sei die Flexibilität eingebaut.

Das bereits zweimal verlängerte Pepp-Programm ist derzeit die wichtigste Waffe der EZB gegen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie. Es ist auf insgesamt 1,85 Billionen Euro angelegt und soll noch bis mindestens Ende März 2022 laufen.

Die EZB hatte beschlossen, das Tempo der Käufe im zweiten Quartal zu erhöhen. Es wird erwartet, dass die Währungshüter auf ihrer nächsten Zinssitzung am 10. Juni über das weitere Vorgehen bei den Käufen beraten.

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