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Medienkonzern RTL gewinnt viele Streaming-Abonnenten und will mehr investieren

Bereits 1,4 Milliarden zahlende Kunden nutzen die Streamingangebote der Bertelsmann-Tochter RTL Group. Das lässt den Umsatz des TV-Konzerns steigen.

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RTL gewinnt viele Streaming-Abonnenten und will mehr investieren Quelle: dpa

Der europäische TV-Konzern RTL Group verbucht dank des Digital-Geschäfts sowie Serien wie „American Gods“ mehr Umsatz und will verstärkt in Streaming investieren. Die Erlöse seien von Januar bis September binnen Jahresfrist um 2,8 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Bertelsmann-Tochter am Mittwoch mit.

Demnach verzeichnete die Fernsehgruppe Ende September 1,4 Millionen zahlende Abonnenten für ihre Streaming-Dienste in Deutschland und den Niederlanden und damit rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. „Da das schnelle Wachstum unserer Streaming-Dienste unsere Erwartungen übertrifft, werden wir unsere Ambitionen und Investitionen in diesem Bereich deutlich erhöhen“, sagte Konzern-Chef Thomas Rabe.

Für Schwung sorgten das Digitalgeschäft, das um 14 Prozent zulegte, und die Produktion von Shows und Serien mit 16 Prozent mehr Erlösen. Das mit knapp 3,2 Milliarden Euro weitaus größere Sendergeschäft hingegen büßte zwei Prozent ein – auch wegen geringerer Werbeumsätze in Deutschland und den Niederlanden.

RTL bekräftige seine Geschäftsziele für das Gesamtjahr, veröffentlicht aber keinen Quartalsgewinn mehr und nutzt damit gelockerte Vorgaben der Deutschen Börse.

Die Sendergruppe hatte angekündigt, ihr Geschäft rund um Werbetechnologie zu überprüfen. Unter der Marke Smartclip soll die Mediengruppe RTL Deutschland die Verantwortung für alle europäischen Märkte übernehmen, mit Ausnahme Großbritanniens. „Gemeinsam mit dem Managementteam von RTL Deutschland haben wir eine Roadshow gestartet, um unsere Lösungen anderen europäischen Sendern zu präsentieren, die bereits auf großes Interesse gestoßen sind“, sagte Rabe.

Der Mutterkonzern Bertelsmann steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten um 3,3 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. „Der bisherige Geschäftsverlauf dieses Jahres stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr 2019 erreichen werden“, sagte Rabe, der zugleich Bertelsmann-Chef ist.

Ein besonderer Schwerpunkt liege auf dem verstärkten Aufbau von Kooperationen und Allianzen – „zum Beispiel der Bertelsmann Content Alliance in den Inhaltegeschäften oder auch der Ad Alliance in der Werbevermarktung“.

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