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Milliardenabschreibung für Zukäufe Großbank ING verzeichnet Gewinneinbruch – 1,3 Milliarden Euro Rückstellungen für faule Kredite

Der Gewinn der niederländischen Großbank ist im zweiten Quartal um 80 Prozent auf 299 Millionen Euro eingebrochen. Das Tagesgeschäft lief dagegen robust.

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ING-Aktie: Der Gewinn der niederländischen Großbank bricht ein Quelle: Reuters

Eine hohe Risikovorsorge für Kreditausfälle und Abschreibungen auf zuletzt gekaufte Unternehmen haben der niederländischen Großbank ING im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich blieben mit 299 Millionen Euro knapp 80 Prozent weniger hängen als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Amsterdam mit.

So legte die im EuroStoxx 50 notierte Bank rund 1,3 Milliarden Euro für faule Kredite auf die Seite. Vor einem Jahr waren es nur etwas mehr als 200 Millionen Euro gewesen.

Allerdings kommt das angesichts der Coronakrise, die vielen Unternehmen und Menschen finanziell zu schaffen macht, nicht überraschend – wenngleich Analysten etwas weniger Rückstellungen erwartet hatten. Bereits Ende Juli hatte die ING eine Abschreibung von rund 300 Millionen Euro auf zuletzt zugekaufte Unternehmen angekündigt. Das Tagesgeschäft lief robust. Die gesamten Erträge blieben mit fast 4,7 Milliarden Euro stabil.

Die Aktie der niederländischen Großbank war in der Coronakrise von mehr als zehn Euro bis auf 4,226 Euro abgestürzt. Seitdem hat sie sich zwar auf rund sechs Euro erholt, das Minus seit Jahresbeginn beträgt aber immer noch mehr als 40 Prozent.

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