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Ministerium Bafin-Chef Hufeld muss nach Wirecard-Skandal gehen

Das Bundesfinanzministerium setzt Bafin-Präsident Felix Hufeld vor die Tür. Es soll einen personellen Neustart an der Spitze der Bafin geben, teilte das Ministerium am Freitag mit.

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Felix Hufeld muss seinen Posten räumen. Quelle: dpa

Angesichts des milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandals setzt das Bundesfinanzministerium den Chef der Finanzaufsicht Bafin vor die Tür. Finanzminister Olaf Scholz und Bafin-Chef Felix Hufeld seien zu dem Entschluss gekommen, dass es einen personellen Neustart an der Spitze der Bafin geben sollte, teilte das Ministerium am Freitag überraschend mit.

Nächste Woche sollen Details zum Umbau der Bonner Behörde veröffentlicht werden. Dieser wird vorgeworfen, im Wirecard-Skandal versagt zu haben. Hufeld steht seit Jahren an der Spitze der Behörde. „Die geplante organisatorische Reform der Bafin verbinden wir mit einem personellen Neuanfang“, sagte Finanzminister Olaf Scholz.

Der SPD-Obmann im Wirecard-Ausschuss, Jens Zimmermann, begrüßte die Entscheidung. „Ein personeller Neuanfang an der Spitze der Bafin ist auch nach den Erkenntnissen der Arbeit im Untersuchungsausschuss der beste Weg, um die Reform bei der Finanzaufsicht umzusetzen“, sagte er.

Hufeld war wegen des milliardenschweren Bilanzskandals um den inzwischen insolventen Zahlungsdienstleiter Wirecard zunehmend in Bedrängnis geraten. Nach dem Bekanntwerden von Insiderhandel mit Wirecard-Derivaten in seiner Behörde waren am Donnerstag Rufe nach seinem Rücktritt lauter geworden.

„Eine schlagkräftige Aufsicht braucht jetzt einen klaren Schnitt an der Spitze und durchgreifende Reformen“, sagte der FDP-Politiker Florian Toncar zur Nachrichtenagentur Reuters. Auch Abgeordnete anderer Parteien forderten einen personellen Neuanfang an der Spitze der Bonner Aufsichtsbehörde für die Finanzbranche.

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