Musikanbieter Apple droht weitere EU-Kartellklage im Musikstreaming-Streit mit Spotify

Nach einer Spotify-Beschwerde könnte Apple eine neue Klage drohen. Dabei geht es vor allem um die In-App-Zahlungsfunktionen, die über Apple abgewickelt werden müssen.

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Apple verpflichtet Spotify-Nutzer zur Verwendung von In-App-Zahlungsmöglichkeiten – von denen Apple profitiert. Quelle: dpa

Apple droht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge im Streit mit dem weltgrößten Musikstreaming-Anbieter Spotify in den kommenden Wochen eine zusätzliche EU-Kartellklage. Reuters beruft sich auf einen Insider.

Diese Klage könnte einer Untersuchung folgen, die durch eine Beschwerde von Spotify ausgelöst wurde. Zusätzliche Klagen, die in einer ergänzenden Mitteilung der Beschwerdepunkte aufgeführt sind, werden in der Regel dann gegen Unternehmen erhoben, wenn die EU-Wettbewerbshüter neue Beweise gesammelt oder einige Elemente geändert haben, um ihre Argumente zu untermauern. Die EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab. Von Apple war zunächst keine erhältlich.

Die Europäische Kommission hatte dem iPhone-Hersteller im vergangenen Jahr auf eine Beschwerde des Konkurrenten Spotify hin den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei Musikstreaming-Diensten vorgeworfen. Die Kommission beanstandete, dass Konkurrenten das In-App-Zahlungssystem von Apple nutzen müssen. Außerdem verbiete der US-Konzern den Rivalen, Nutzer von Apple-Geräten über günstigere Bezugsalternativen zu informieren.

Das Verfahren ist eines von mehreren der EU-Wettbewerbshüter gegen Apple, die im Sommer 2020 eröffnet worden waren.

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