Die Boni-Falle Geld allein ist ein schlechter Motivator

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Die Boni-Falle: Geld ist ein schlechter Motivator. Quelle: Illustration: Tim Lahan

Bonuszahlungen steigern nicht die Leistung – sondern führen zu falschen Entscheidungen, weniger Engagement und mehr Neid. Wie Sie Ihre Mitarbeiter klüger entlohnen.

Es ist kalt, windig, und der Zug hat mal wieder Verspätung. Wie schön also, dass die Deutsche Bahn ihren frierenden Kunden Trost spendet, wenn auch nur ein bisschen, wenn auch nur in Form von Schadenfreude.

Jahrelang waren die Bahn-Manager nach dem immer selben Muster bezahlt worden. Es gab ein fixes Grundgehalt, egal, wie fleißig sie arbeiteten. Und es gab Boni, wenn sie besonders fleißig arbeiteten, wenn ihre Mitarbeiter zufrieden waren oder die Zahlen der Abteilung stimmten, sprich: wenn sie ihre „individuellen Ziele“ erreichten.

Was zählte, war unter anderem, wie der Einzelne sich schlug. Damit ist es nun vorbei.

Die Bahn hat 2017 ihr Vergütungssystem für Führungskräfte umgestellt. Der Kunde steht im Mittelpunkt, und das spiegelt sich auch in der Bezahlung der Belegschaft: „Wir müssen die Frage, was für uns persönlich drin ist, aus dem Kopf bekommen“, sagt Sigrid Heudorf, Leiterin für Beschäftigungsbedingungen bei der Deutschen Bahn.

 
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