Dresscode Es gibt ein Leben nach dem Anzug

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Viele Banken wollen sich und ihre Mitarbeiter optisch modernisieren. Dabei hilft Imageberaterin Christiane Dierks in einem Workshop. Quelle: Benne Ochs für WirtschaftsWoche

Banken sind die letzte Bastion der Anzugträger. Doch nun wollen sich viele Institute modernisieren. Die Sparkasse Oldenburg verabschiedet sich vom Dresscode — und merkt, dass das gar nicht so einfach ist.

Das Zeichen des Wandels trägt Gerhard Fiand in einer Einkaufstüte. An einem warmen Samstagnachmittag Mitte Mai kauft sich der Chef der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) ein paar Klamotten fürs Büro. Aber nicht wie sonst immer Anzug und Krawatte. Sondern ein Paar Chinohosen.

Gerhard Fiand ist ein zurückhaltender, schmaler Mann mit grauem Haar und randloser Brille. Er mag Zahlen. Und den gesetzten, nicht den großen Auftritt. Und doch hat Fiand im Spätherbst seines Berufslebens noch eine kleine Image-Revolution im Oldenburger Land angezettelt: Seit Anfang Juni gilt sein neuer Dresscode für die rund 1600 Mitarbeiter: „LzO Business Casual“ stellt eine Art Abschiedsgeschenk des Chefs dar. Bevor er nächstes Jahr in Rente geht, will er die Reputation seiner Sparkasse heben: „Ich verspreche mir nicht weniger als einen Kulturwandel“, sagt Fiand, „und dass wir uns künftig noch mehr auf Augenhöhe mit unseren Kunden bewegen.“

 
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