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Ökonomie-Nobelpreis „Die Frauenfrage ist eine Riesenbaustelle“

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Im Schatten: In Deutschland sind in der VWL nur 35 Prozent der Studierenden weiblich. Der Frauenanteil unter Professoren: 16 Prozent Quelle: Illustration: Leander Assmann

In diesem Jahr wird zum 50. Mal der Ökonomie-Nobelpreis vergeben. Nur einmal gewann bisher eine Frau. Warum Forscherinnen in der VWL unterrepräsentiert sind – und wo sich das gerade ändert.

In den Nächten zu Beginn des Monats Oktober schlafen Spitzenökonomen aus aller Welt oft unruhig. Sie alle hoffen auf einen Anruf aus Stockholm, wo das Nobelpreiskomitee tagt. Schaut man auf die Gewinnerliste der vergangenen Jahrzehnte, dürfte das Telefon vermutlich in den USA klingeln, bei einem Menschen Mitte 60 und vor allem: bei einem Mann.

Denn Fakt ist: Den von der schwedischen Reichsbank gestifteten Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften, der in diesem Oktober zum 50. Mal vergeben wird, gewann erst einmal eine Frau. Das war 2009, und die Preisträgerin Elinor Ostrom war noch nicht mal Ökonomin, sondern Politikwissenschaftlerin. In keiner anderen Disziplin haben Frauen den Preis so selten gewonnen wie in den Wirtschaftswissenschaften. Und was sich bei der wichtigsten akademischen Auszeichnung der Welt zeigt, steht sinnbildlich für die gesamte ökonomische Forschung: Während Ingenieur- oder Naturwissenschaften immer mehr Frauen anziehen, ist die Ökonomie vielfach noch eine Männerdomäne, vor allem auf der Spitzenebene.

 
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