Titelstory der WirtschaftsWoche Wer braucht noch BWLer?

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BWL in der Sinnkrise: Was Betriebswirte heute lernen, können Maschinen bald besser. Das Fach braucht eine Reform. Quelle: Illustration: Miriam Migliazzi & Mart Klein

Die BWL steckt in der Sinnkrise. Warum Gründer, Manager und Unternehmen am beliebtesten Studienfach der Deutschen zweifeln - und was sich ändern muss.

Es gibt da diesen Satz, den die Alten den Jungen sagen, von Generation zu Generation: Man lernt nicht für Schule und Uni, sondern für das Leben. Dass diese Weisheit Unsinn ist, merken Sven Gasper und Philipp Mackeprang im April 2013. Da ist es allerdings schon zu spät.

Die gebürtigen Kölner sind gerade in ihre Heimat zurückgekehrt, mit Bachelor-Zeugnissen der Universität Maastricht und einer Idee. Sie wollen eine Internetplattform kreieren, auf der Studenten ihre Lernmaterialien austauschen können. Einen Namen für ihr Projekt haben sie auch schon, sie wollen es Studydrive nennen.

Doch das Wissen, das sich die beiden an der Uni angeeignet haben, ist praktisch nutzlos – pure Theorie. Vier Jahre lang haben sie gelernt, Bilanzen von Großkonzernen zu analysieren. Sie haben erfahren, worin der Unterschied zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation besteht, und die Feinheiten des Anleihemarktes analysiert. Allein, auf ihre Gründerzeit vorbereitet worden – das sind sie nicht.

Was Dax-Konzerne von Absolventen erwarten
Thyssenkrupp Quelle: REUTERS
Deutsche Bank Quelle: dpa
Deutsche Post Quelle: dapd
Merck Quelle: dpa
Commerzbank Quelle: dpa
Henkel Quelle: Henkel AG & Co. KGaA
Beiersdorf Quelle: Beiersdorf AG
 
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