Alltagsforschung

Die Folgen der Verlustangst

Eine neue Studie zeigt: Menschen pfuschen eher, um eine Niederlage zu vermeiden, als einen Sieg zu ergattern.

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Eine Frau guckt erschrocken Quelle: denisismagilov - Fotolia

Ständig passieren Dinge, die Zweifel aufwerfen an der menschlichen Anständigkeit. Was dachten sich jene Angestellten der US-Bank Wells Fargo bloß, als sie fünf Jahre lang Konten und Kreditkarten einrichteten, ohne die Kunden vorher zu fragen – und gleich auch noch deren Geld darauf transferierten? Handelte es sich um besonders kriminelle Mitarbeiter oder um besonders gierige? Die anschließenden Verhöre der Übeltäter lassen einen anderen Schluss zu. Anscheinend ging es ihnen nicht darum, die Karriereleiter hochzuklettern oder einen hübschen Bonus abzusahnen.

Vielmehr hatten sie Angst, vor ihren Kollegen und Vorgesetzten schlecht dazustehen, falls ihre Zahlen nicht stimmten. Ihr Motiv war nicht die Lust am Aufstieg – sondern die Angst vor dem Abstieg.

Nathan Pettit überrascht das wenig. Denn in einer neuen Studie konnte der Assistenzprofessor der amerikanischen Stern School of Business nachweisen: Solch ein Verhalten ist durchaus nicht ungewöhnlich. In vier Experimenten stellte Pettit Hunderten von Testpersonen verschiedene Aufgaben.

 
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