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Auf der Couch
Die eigene Stimmungslage zu prüfen kann bei wichtigen Entscheidungen helfen Quelle: imago

Ihr emotionaler Status beeinflusst Ihre Entscheidungen

Dass Entscheidungen rational sind, ist eine verbreitete Annahme unter Managern. So kann schon schlechte Stimmung einiges vernebeln. Es gilt also, die Emotionen in den Griff zu kriegen – auch wenn es hart ist.

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Immer wieder begegnen mir Manager, die davon überzeugt sind, objektive und sachliche Entscheidungen zu treffen – losgelöst von Emotionen. Das überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Denn die Hirnforschung hat längst bewiesen, dass unsere Handlungen in der Region des Gehirns entschieden werden, die wir als limbisches System bezeichnen. Dort ist allerdings nicht unsere Ratio beheimatet, sondern die Gefühlswelt.

Alles, was mit der Bewertung von Fakten und mit dem Erstellen von Prognosen zusammenhängt, findet an einem anderen Ort, nämlich im Großhirn statt. Dieser Teil des Gehirns spielt jedoch nur am Anfang eines Entscheidungsprozesses eine Rolle – später, in der wichtigen Phase, übernimmt allein das limbische System. Wenn man so will, sind unsere Gefühle der Herr der Entscheidung, und der Verstand arbeitet lediglich als Assistent zu. Oder wie es der Neurowissenschaftler António Damásio zusammenfasst: „Aus purem Verstand kann der Mensch nicht handeln.“

 
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