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Empathie Die Irrlehre vom Mitgefühl als Führungstugend

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Jahrelang galt die Kunst, auf seine Mitarbeiter einzugehen, als Heiliger Gral des Managements. Doch inzwischen warnen Psychologen und Organisationsforscher vor übertriebenem Einfühlungsvermögen. Und auch Manager stellen fest: Zu viel Menschlichkeit stresst, hemmt und lähmt.

Führen statt fühlen Quelle: Getty Images, Illustration: Dmitri Broido

Wer gehört werden will, sollte leise sprechen. Vielleicht lauscht man Vera Gäde-Butzlaff deshalb so gerne. Die 62-Jährige ist seit März 2015 Vorstandsvorsitzende des Berliner Energieversorgers Gasag. Aus ihrem Büro im siebten Stock führt sie ein Unternehmen mit 1500 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa einer Milliarde Euro. Im Gespräch wirkt sie fast ein bisschen schüchtern. Doch soll niemand glauben, dass sie nicht auch anders kann.

Von 2007 bis 2014 leitete Gäde-Butzlaff die Berliner Stadtreinigung BSR und formte aus der Männerdomäne einen der modernsten Entsorgungsbetriebe Europas. Sie baute massiv Personal ab und legte Abteilungen zusammen. „Manchmal muss man unpopuläre Entscheidungen treffen. Auch wenn sie Härten für Einzelne enthalten, sind sie doch nötig für die Zukunft des Unternehmens.“

Nanu? Erzählt uns die Fachliteratur nicht seit Jahren das Gegenteil? Ist Gäde-Butzlaff eine besonders herzlose Managerin, die gegen alles verstößt, was man inzwischen über gute Führung weiß?

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