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Machtwechsel So nutzen scheidende CEOs ihre Zeit als lahme Ente

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Gummienten Quelle: imago

Manager auf Abruf bremsen Unternehmen oft aus: Die Belegschaft richtet sich schon nach dem Nachfolger, der Scheidende hat keinen Elan mehr. Neue Studien zeigen, dass es auch ganz anders gehen kann.

Nichts dokumentiert den Machtverlust von Frank Uffmann so gut wie die E-Mails, die ihn erreichen. Noch im Frühjahr 2015 ist er bei der Commerzbank für sieben Filialen im Raum Neuss zuständig. Dann fällt im Zuge einer Umstrukturierung eine Führungsebene weg – und damit Uffmanns Job. Der Nachfolger steht zu diesem Zeitpunkt schon fest; doch es vergehen noch Monate, bis er seinen Posten antritt.

Uffmann bleibt damit formell Vorgesetzter von rund 90 Angestellten, ist aber de facto nur noch ein Chef auf Abruf. Das bekommt er auch zu spüren: Anfangs richten sich die E-Mails seiner Nachgesetzten noch ausschließlich an ihn. Dann taucht immer häufiger der neue Boss in Kopie auf. Und irgendwann dreht sich die Reihenfolge: Adressat Uffmann steht nur noch anstandshalber auf dem Verteiler, die Nachricht gilt eigentlich nicht mehr ihm: „Das hat mich damals maßlos geärgert.“

 
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