Sprengers Spitzen
VW steht symbolisch für unmoralisches Management. Trotz der Belastungen aus Diesel-Debatte, drohenden Fahrverboten oder Tierversuchen konnte der Volkswagen-Konzern den Absatz deutlich steigern. Warum die Kunden auf moralischen Konsum pfeifen. Quelle: AP

Der Chefzyniker hat immer recht

VW steht symbolisch für unmoralisches Management, doch die Absatzzahlen sind glänzend. Kunden pfeifen auf moralischen Konsum.

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Zum Beispiel VW und der Dieselskandal. Was konnte man nicht alles lesen über die kriminelle Energie, mit denen der Konzern Abgaswerte manipulierte, die Kontrollbehörden täuschte und die Kunden verachtete. Da wusste man auch schon von Kartellabsprachen, aber noch nichts von Affenversuchen. Das alles im Schutz einer expliziten Staatsgarantie, die die unheilige Allianz von Wirtschaft und Staat zur Kenntlichkeit entstellte. VW wurde geradezu zur „case study“ eines ebenso unmoralischen wie zukunftsängstlichen Managements.

Umso mehr überraschten kürzlich die neuen Absatzzahlen der Autoindustrie. Im Geschäftsjahr 2017 produzierte VW demnach so viele Fahrzeuge wie nie zuvor: 10,74 Millionen Kunden weltweit entschieden sich für ein Modell von Volkswagen. Allein im Monat Dezember lag das Plus bei beeindruckenden 8,5 Prozent. Damit ist der Wolfsburger Konzern mal wieder größter Autobauer der Welt. Im Januar 2018 folgte gleich schon wieder der nächste Absatzrekord. Ein Paukenschlag nach dem anderen.

 
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