Sprengers Spitzen
Manager sollten ökonomisch handeln, nicht ethisch Quelle: imago

Für Moral ist die Kirche zuständig

Manager sollen heute nicht nur ökonomisch handeln, sondern auch ethisch. Das hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun.

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Vor Kurzem bin ich von einem Unternehmen, das mich zu einem Vortrag über „Digital Leadership“ eingeladen hatte, wieder ausgeladen worden. Ich hatte mich geweigert, den „Code of Conduct“ zu unterschreiben. Ein Fall politisch korrekter Kleingeisterei, gewiss – aber auch ein Einzelfall?

Führungskräften ruft man heute zu: „Du musst wachsen und profitabel sein, aber vor allem musst du korrekt sein! Diversity! Compliance!“ Unternehmen bekennen sich öffentlich zu „Werten“ und gründen sich als Umweltschutzbünde neu. Multinationale Konzerne besetzen ihre obersten Leitungsgremien nicht mehr nach Leistung, sondern nach ethnischen Prinzipien oder Geschlecht. Aus Angst vor der Rassismuskeule wagen es europäische oder amerikanische Chefs nicht, afrikanischen Kollegen professionelle Mängel vorzuwerfen.

 
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