Entzauberte Mythen
Wer erfolgreich sein will, sollte intelligent sein – aber Kreativität und Neugier sind noch wichtiger. Quelle: Fotolia

Intelligenz wird überschätzt

Wer erfolgreich sein will, sollte intelligent sein – aber Kreativität und Neugier sind noch wichtiger.

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Was die Kreativität fördert
Beschäftigung mit AbstraktemDer Psychologe Travis Proulx von der Universität von Kalifornien ließ Probanden sinnfreie Passagen aus Kafkas
BewegungFrank Fischer von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität analysierte die Gruppenarbeiten von 300 Studenten. Vorher hatte er den Raum mit höhenverstellbaren Tischen ausgestattet. Siehe da: Teilnehmer, die zwischen Sitzen und Stehen wechselten, kamen häufiger zu richtigen Ergebnissen als nur im Sitzen - und hatten 24 Prozent mehr Ideen. Quelle: Fotolia
SchlafenIm Schlaf findet kombinatorisches Denken statt, wie Denise Cai von der Universität von Kalifornien in San Diego 2009 bestätigen konnte. Sie ließ 77 Teilnehmer verschiedene verbale Aufgaben lösen, einige Probanden konnten zuvor ein Nickerchen halten - die lösten die Aufgaben am besten. Quelle: dpa
Positive GedankenDer Sozialpsychologe Jens Förster von der Jacobs-Universität Bremen fand in einer Studie heraus, dass die Teilnehmer eine kniffelige Aufgabe eher lösten, wenn sie zuvor an ihren Partner gedacht hatten. Der Gedanke an Liebe lässt in die Zukunft blicken - was dabei hilft, Dinge miteinander in Beziehung zu stellen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Quelle: Fotolia
Wirkung von FarbeIn blauer Umgebung steigt der Einfallsreichtum. Ravi Mehta und Rui Zhu von der Universität von British Columbia in Vancouver ließen Freiwillige im Jahr 2009 verschiedene Aufgaben lösen - roter Hintergrund verbesserte zwar die Leistung bei der Detailaufgabe, blau jedoch die Kreativität. Quelle: Fotolia

Wenn jemand außer Verdacht steht, innovations- und technikfeindlich zu sein, dann ist es Elon Musk. Trotzdem warnte der Tesla-Chef Ende Juli wieder einmal vor den Folgen einer zukünftigen künstlichen Intelligenz (KI). Diese halte er für die „größte Bedrohung, der wir als Zivilisation gegenüberstehen“. Da ließ prominenter Widerspruch nicht lange auf sich warten: Facebook-Chef Mark Zuckerberg entgegnete, er sei „wirklich optimistisch“, was die Entwicklung einer KI betreffe. Musk wiederum antwortete Zuckerberg prompt bei Twitter: „Sein Verständnis des Themas ist begrenzt.“ Künstliche Intelligenz: Schreckensvision oder Hoffnungsträger? Selbst das Silicon Valley scheint gespalten.

 
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