Kalligrafie Wie Nicolas Ouchenir aus seiner Handschrift ein Geschäft macht

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Echte Fleißarbeit: Vor Modewochen schreibt Ouchenir 1000 Einladungen – täglich Quelle: Leo-Paul Ridet für WirtschaftsWoche

Was zählt im Zeitalter des Smartphones noch eine schöne Handschrift? Der Franzose Nicolas Ouchenir macht daraus ein Geschäft. Er ist einer der gefragtesten Kalligrafen der Welt.

Ein Blick auf den Schreibtisch genügt. Die Tastatur seines Computers ist voller Tintenkleckse, davor stehen Tintenfässer ordentlich aufgereiht. Die moderne Technik wird beschmutzt, die alte Technik wird gepflegt. Nicolas Ouchenir nimmt eine Metalldose vom Tisch und streichelt sie ehrfürchtig. Er öffnet sie und präsentiert zwei Lagen sauber gespitzter Stifte.

Der 39-jährige Franzose ist einer der gefragtesten Kalligrafen der Welt. In seinem kleinen Büro ist gerade mal Platz für den Assistenten, der die Termine des Meisters koordiniert und neues Schreibmaterial bestellt. Es liegt in der Pariser Rue Royale und ist schmal, aber lang genug für den mit Papierstapeln, Kunstbänden und Typografiebüchern überladenen Schreibtisch. Ouchenir arbeitet ganz bewusst im teuren 8. Arrondissement, unweit von Louvre, Élysée-Palast und der Luxuseinkaufsstraße Avenue Montaigne. So hat es seine Kundschaft nicht weit.

 
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