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Ökonom und Jäger Oliver Kaul „Eine Art Ur-Instinkt“

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Jagd: Ein Ökonom erzählt von seiner Leidenschaft Quelle: imago

Der Ökonom und Jäger Oliver Kaul über die Demokratisierung des Waidwerks, die Folgen der Compliance-Regeln und den eigentlichen Kick beim Jagen.

WirtschaftsWoche: Herr Professor Kaul, Sie sind schon als Jugendlicher mit auf die Jagd gegangen und haben 1986 Ihren Jagdschein gemacht. Wie hat sich die Jagd in den vergangenen 30, 40 Jahren verändert? Was ist anders geworden gegenüber früheren Zeiten?
Oliver Kaul: Die Jagd war früher elitärer, ein Standesmerkmal der sogenannten besseren Kreise. Nicht zufällig ist in der Zeit des Wirtschaftswunders das Wort von der Bonzen-Jagd geprägt worden, auf der sich die Mächtigen aus Wirtschaft und Politik die Klinke in die Hand drücken. Große Unternehmen hielten sich zwei, drei Berufsjäger, die sich um das Revier kümmerten. Außerdem war die Jagd als Betriebsausgabe absetzbar. Ein Privileg, das erst mit der Steuerreform von 2006 abgeschafft worden ist. Seither haben sich die Konzerne sukzessive von ihren Revieren getrennt. Heute haben wir keine Firmen mit Jagden mehr, sondern allenfalls Menschen, die eine Firma führen und eine Jagd haben.

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