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Abgeltungsteuer Die Enteignung geht weiter

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Quelle: dpa

Fällt die Abgeltungsteuer auf Zinsen, macht das Aktien attraktiver. Doch für den Vermögensaufbau müsste die Politik weit mehr tun – etwa mit einem Sparerfreibetrag von wenigstens 5000 Euro.

Das koalitionswillige Trio aus CDU, CSU und SPD plant das Ende der Abgeltungsteuer auf Zinserträge. Statt wie bisher pauschal 25 Prozent zu zahlen, soll jeder Anleger seine Einkünfte in Zukunft wieder individuell versteuern. Für Gutverdiener hieße das: Künftig müssten sie Zinsen mit 42 Prozent plus Soli versteuern.

Ordnungspolitisch wäre das sogar sinnvoll. Denn bis dato sind Dividendenausschüttungen von Unternehmen steuerlich deutlich stärker belastet als Zinsen. Zinskosten können Unternehmen von der Steuer absetzen, Eigenkapitalkosten dagegen nicht. Ein Beispiel aus der Praxis: Bei BASF landeten bei der letztjährigen Ausschüttung von einem Euro Konzernvorsteuergewinn netto bei den Aktionären nur etwas mehr als 51 Cent auf dem Konto. Ein für das Geschäftsjahr 2016 von BASF an die Anteilseigner ausgeschütteter Gewinn war also am Ende mit fast 49 Prozent besteuert.

 
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