Aktienmarkt Russland „Es fehlen Pensionsfonds, die in Krisen Aktien kaufen“

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Zu den Aussichten am russischen Aktienmarkt nach den Marktturbulenzen

Zu den Aussichten am russischen Aktienmarkt haben wir mit den Fondsmanagern Rollo Roscow und Mohsin Memon gesprochen. Sie managen 1,2 Milliarden Euro im Osteuropa-Aktienfonds des britischen Fondshauses Schroders.

Mr. Roscow, Mr. Memon Haben Sie die Marktturbulenzen in Russland nach den US-Sanktionen erwartet?
Roscow: Nein, nicht in der Dramatik. Dass die USA mit derart scharfen Sanktionen kommen, wurde weder von uns und ich denke auch von den meisten anderen Marktteilnehmern nicht erwartet.

Wie haben Sie reagiert? Haben Sie etwa die stark gesunkenen Aktienkurse zum Kauf genutzt?
Roscow: Wir haben uns angesehen, wo die höchsten Risiken im Portfolio liegen und wohin wir unser Engagement verlagern würden, sobald sich die Märkte beruhigen. Aktuell haben wir aber keine Position geändert. Erfahrungsgemäß tendiert der russische Markt dazu, zu übertreiben, da inländische russische Pensionsfonds und Vermögensverwalter fehlen, die als Stabilisatoren fungieren und Aktien kaufen, wenn ausländische Anleger sie in großem Stil verkaufen.

 
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