Anlage-Experte „Schnell steigende Renditen wären übel“

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Henning Gebhardt Quelle: Visum/Maximilian von Lachner

Die Stimmung an den Aktienmärkten ist verdächtig gut. Einen Wechsel zum Negativen sollten Anleger aber einkalkulieren, warnt Henning Gebhardt. Wie der Chefanleger vom Bankhaus Berenberg jetzt investiert.

WirtschaftsWoche: Herr Gebhardt, die Stimmung an den Aktienmärkten ist verdächtig gut. Sind Investoren ignorant gegenüber Krisen?
Henning Gebhardt: Nein. Wir sehen doch das ganze Jahr schon größere Schwankungen an den Märkten. Das ist ein Indiz für eine durchaus höhere Sensibilität der Investoren. Die Märkte laufen aktuell, weil die Zahlen der meisten Unternehmen besser als erwartet sind. Investoren konzentrieren sich zurzeit schlicht auf ihre Tagesaufgabe, auf die Bewertung der Gewinnentwicklung. Stimmungswechsel zum Negativen sollten Anleger dieses Jahr aber weiter einkalkulieren.

Die Konjunktur droht abzuflauen. Beunruhigt Sie das?
Nein, wir beobachten das natürlich, aber es macht uns nicht nervös. Die hohen Wachstumsraten sind noch da, Frühindikatoren wie der deutsche ifo-Index sind zwar schwächer, aber auf einem expansiven Niveau. Wir sehen damit ein konstruktives Umfeld für weiteres Gewinnwachstum bei den Unternehmen.

 
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