DAX-Kandidat Wirecard Attacken aus dem Dunkel nutzen Shortsellern

Premium

Warum das führende deutsche Finanztechnologieunternehmen Wirecard Spekulanten anzieht - und wer hinter den Attacken steckt.

Der ehemalige Sozialarbeiter Fraser Perring hatte gerade seine Tochter zur Schule gebracht. Er sitzt im Auto und will noch schnell eine Aktienorder aufgeben, als sich ein fremder Mann zu ihm ins Auto setzt und ein zweiter die Fahrertür zuhält. „Steckst du hinter dem Report über Wirecard?“, fragt der Fremde mit osteuropäischem Akzent. Und zeigt Perring Fotos von seiner Frau und seiner Tochter. Damit habe er nichts zu tun, sagt Perring. Er lügt. Aus Angst.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass eine anonyme Gruppe, die sich Zatarra Research nannte, einen Bericht über den Zahlungsabwickler Wirecard veröffentlichte. Die Behauptung: Das Unternehmen sei in Geldwäsche und illegales Glücksspiel verwickelt. Binnen Minuten rauscht der Aktienkurs um bis zu einem Viertel in den Keller. 1,3 Milliarden Euro Börsenwert sind vernichtet. Sehr zur Freude zahlreicher Hedgefonds, die bis zu 13 Prozent aller Wirecard-Aktien leerverkauft hatten.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%