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Einblick
Janet Yellen, Fed-Chefin Quelle: AP

Goldlöckchen, wach auf!

Hauke Reimer
Hauke Reimer Stellvertretender Chefredakteur WirtschaftsWoche

Der Abgang der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen markiert eine Zeitenwende. Die Ära des ganz billigen Geldes ist vorbei. Schwierig für Aktionäre, gut für Sparer.

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Janet Yellen hat Donald Trump, dem selbst ernannten Vater aller Aktiengewinne, noch einen mitgegeben. Die Chefin der Notenbank Fed geht, und die Zinsen steigen. Die Börsen brechen ein. Das erinnert an Kasper Rorsted: Als der Henkel-Chef vor zwei Jahren seinen Wechsel zu Adidas meldete, verlor die Henkel-Aktie an einem Tag sechs Prozent. Adidas gewann eine Milliarde Euro an Wert. Unauffällig und doch entschieden hat Yellen ihren Job gemacht. Trotzdem musste sie gehen. Sie hat Trumps Ego wohl nicht genug gestreichelt.

Yellens Abschied markiert das Ende einer Ära. Sie selbst hat es eingeleitet. Die Zeit des ganz billigen Geldes ist vorbei. In den USA, wo die Rendite der zehnjährigen Anleihen sich in eineinhalb Jahren nahezu verdoppelt hat, und auch in Europa. So mancher sieht zu, dass er Geld in Sicherheit bringt – nicht nur, wer in Bitcoin und Co. investiert hat, unter denen der Gott des Gemetzels schon wütet.

 
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