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Öl aus dem Iran „Eine Blockade wäre der Worst Case für uns Ölverbraucher“

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Öltanker in der Straße von Hormus Quelle: imago images

Die USA wollen den Iran vom Ölmarkt ausschließen. Was die US-Sanktionen für den Ölpreis, andere Förderländer oder den Handelskonflikt mit China bedeutet, erläutert Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank.

WirtschaftsWoche: Herr Weinberg, die USA wollen dem Iran den Ölhahn vollständig abdrehen. Was bedeutete das für den Ölmarkt?
Eugen Weinberg: Der Ölmarkt befindet sich bereits in einer Defizitsituation. Es fehlen täglich bereits rund eine halbe Million Barrel Rohöl. Die OPEC, Russland und neun weitere Nicht-OPEC-Staaten, haben ihre Produktion stärker gedrosselt als vereinbart wurde. Hinzu kommt Venezuela, wo sich die Tagesproduktion seit 2016 auf aktuell rund 800.000 Barrel fast gedrittelt hat und weiter rapide fällt. Wenn die USA angesichts dieser Verknappung wirklich eine Nulltoleranz-Politik in Bezug auf die iranischen Ölexporte durchsetzen sollten, würden dem Markt pro Tag fast 1,8 Millionen Barrel fehlen. Die Folge wäre ein spürbarer Anstieg des Ölpreises, der die Freigabe strategischer Ölreserven erforderlich machte.

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