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Protektionismus Das fatale Dilemma der Zentralbanken

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EZB in Frankfurt (Main) Quelle: Fotolia

Der um sich greifende Protektionismus könnte die Inflation beschleunigen. Für die Zentralbanken wäre das der GAU.

Am vergangenen Freitag war die Welt der Börsianer noch in Ordnung. Nichts schien den seit Monaten anhaltenden Aufwärtstrend der Aktienkurse stoppen zu können. Doch dann veröffentlichten die Statistiker in den USA die Arbeitsmarktdaten für den Januar – und schockten die Märkte mit einer einzigen Zahl: 2,9 Prozent.

Um diesen Satz stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne in der Privatwirtschaft im Januar. Es war das stärkste Lohnplus seit Juni 2009. Die Akteure an den Finanzmärkten kombinierten: Höhere Löhne treiben die Absatzpreise der Produkte und Dienstleistungen und somit das Preisniveau in die Höhe. Das wiederum führt zu weiteren kräftigen Lohnforderungen. Um einer Lohn-Preis-Spirale vorzubeugen, müsste die US-Notenbank die Zinsen kräftiger anheben als erwartet. Auch die Europäische Zentralbank würde um eine raschere Straffung der Geldpolitik nicht umhinkommen, da der Boom in Europa Löhne und Preise ebenfalls nach oben treiben dürfte.

 
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