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Staatsanleihen Paradox: Italiens Defizit finanziert sich (fast) von allein

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Nur Verachtung für Brüssel?Skulptur vor der Mailänder Börse, eigentlich ein Mahnmal gegen Banker. Quelle: Getty Images

Brüssel hofft, dass die Finanzmärkte Rom zum Sparen zwingen. Doch Italien-Anleihen finden weiter reichlich Abnehmer. Strukturschwächen der Euro-Zone und absurde Marktmechanismen sorgen dafür. Ein gefährliches Spiel.

Ob es ein stressiger Tag wird, weiß Martin Hochstein schon, bevor er morgens sein Büro betritt. In der Eingangshalle seines Arbeitgebers in Frankfurt prangt ein raumhoher Bildschirm und sendet Finanznachrichten aus aller Welt. Hochstein gehört zum globalen Economics & Strategy-Team von Allianz Global Investors (AGI), des Vermögensverwalters des Versicherungskonzerns. Als er den Aufzug in den siebten Stock nimmt, zeigen die Monitore gerade den Kurssturz der Apple-Aktie an. Die Verschuldung Italiens, auf die sich Hochstein als Experte für Anleihemärkte heute konzentrieren wollte? Nur eine Randnotiz.

Hochstein weiß: Es sind Redakteure des Finanzdiensts Bloomberg, die die Börsen-News generieren – Redakteure aus den USA, die aufgehört haben, den multiplen Währungskrisen im fernen Europa noch einen Sensationswert beizumessen: „Amerikaner und Asiaten“, sagt Hochstein, „verstehen die Details im Konflikt der EU mit Italien um die Währungsunion kaum noch.“

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