Staatsanleihen und Notenbanken Riskantes Bremsmanöver am Anleihenmarkt

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Die Zentralbanken haben durch ihre Nachfrage eine gewaltige Blase aufgepumpt, aus der sie nun langsam die Luft lassen wollen. Wie gefährlich ist das für Börse und Sparer?

Auf neuem Terrain: Fed-Chefin Janet Yellen baut den Geldberg langsam ab. Quelle: REUTERS

Alle drei Monate reisen die Fondsmanager der Allianz-Tochter Pimco nach Newport Beach – zum Hauptsitz des Unternehmens. „Ziemlich gerne“ tun sie dies, heißt es, auch des milden Pazifikklimas und der kilometerlangen Sandstrände wegen. Pimco ist mit unvorstellbaren 1600 Milliarden Dollar, die ihre Manager fast komplett in Anleihen (Bonds) anlegen, einer der wichtigsten Spieler im Bondmarkt. Das jüngste Treffen der Bondschwergewichte Mitte September war ein ganz besonderes. Kurz zuvor hatte Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Fed, lange Zeit Undenkbares angekündigt: Sie wird die durch Ankäufe von Anleihen aufgepumpte Bilanz der Notenbank schrumpfen. Die Pimco-Experten erahnen „Verspannungen in der Renditekurve“. Für Anleger ist das so angenehm wie für Sportler ein nächtlicher Krampf in der Wade. Er schreckt auf und plagt lange. „US-Anleihen, die innerhalb der nächsten drei Jahre zurückgezahlt werden, sind besonders anfällig“, sagt Pimco-Fondsmanager Francesc Balcells. Ihre Renditen könnten steigen, die Kurse damit fallen.

Die größten Gläubiger der US-Regierung

 
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