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Bundesanleihen Lebensversicherer treten in Käuferstreik

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Die Anlagemanager der Lebensversicherer scheinen der Politik klarmachen zu wollen, wohin die Niedrigzinspolitik schon geführt hat. Quelle: dpa

Früher legten Lebensversicherer das Geld ihrer Kunden häufig in Bundesanleihen an. Das ist vorbei. Die Versicherer befinden sich im Käuferstreik, zeigt eine exklusive Umfrage. Sie senden so auch ein politisches Signal.

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Den Stein ins Rollen gebracht hatte Allianz-Chef Oliver Bäte. „Wir kaufen keine Bundesanleihen mehr“, sagte er Ende August bei einer Presseveranstaltung in Frankfurt. Vielleicht war ihm nicht klar, welches Echo er hervorrufen würde. Wahrscheinlich aber wollte er bewusst ein Signal senden: Seht her, welche Folgen die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schon hat!

Die Botschaft ist angekommen. Deutschlands Branchenprimus unter den Lebensversicherern weigert sich, dem deutschen Staat die Schulden zu finanzieren? Ein Affront. Jahrzehntelang galten Lebensversicherer als einer der Hauptabnehmer von Staatsanleihen. Noch immer sind nur etwas weniger als 90 Prozent der von den Lebensversicherern gemanagten Gelder, insgesamt 980 Milliarden Euro, zu festem Zins angelegt. Bundesanleihen wirkten lange Zeit wie gemacht für sie: sicher, kalkulierbar – und ordentlich verzinst.

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