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Geldanlage Wenn es kracht, trifft es die Schwellenländer zuerst

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Quelle: imago

Wenn die Finanzbranche massiv für Schwellenländer wirbt, sollten Anleger skeptisch sein. Aktuell sind die Risiken schlicht zu hoch.

2018 soll das Jahr der Schwellenländer werden. Das zumindest behaupten die Anbieter von Fondsprodukten, die in Aktien aus diesen Regionen investieren. Die Argumente sind uralt: wachsende Bevölkerung, steigende Kaufkraft, ungesättigte Märkte. Weil sie eben nicht ganz neu sind, hat die Börse viel vorweggenommen. So stieg der Welt-Aktienindex für Schwellenländer seit Anfang 2016 um 36 Prozent, etwa doppelt so stark wie der Dax.

Gleichzeitig wächst das Risiko eines globalen Crashs, weil die Zinsen steigen und viele Unternehmen, gemessen an dem, was sie verdienen, reichlich teuer sind. Wenn es kracht, das zeigt die Erfahrung, ziehen Anleger Geld zuerst aus den Schwellenländern ab. Entsprechend groß ist das Rückschlagpotenzial.

Erschwerend kommt hinzu, dass in den vergangenen Monaten viel Geld in Indexfonds mit Schwellenländer-Aktien geflossen ist: Im Januar waren es europaweit 1,7 Milliarden Euro. Diese Indexfonds nutzen viele Profis für Spekulationen. Gehen diese Opportunisten auf einen Schlag raus, kämen alle Schwellenländerbörsen unter Druck.

 
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