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Nachhaltige Anlagen "Geld unter der Matratze bringt keine Sinnrendite“

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Der Chef der GLS-Bank Thomas Jorberg über Sondergebühren für Konten, Crowdfunding in kleinem Stil und Investments in der grünen Nische.

Auf diese Niedrigzinsprodukte schwören die Deutschen
FestgeldDas Marktforschungsinstitut TNS Emnid hat ermittelt, wo die Deutschen ihr Geld im Jahr 2013 angelegt haben. Auch 2011 hat sich das Institut das Spar- und Anlageverhalten der Deutschen angesehen. Das Ergebnis: Die Deutschen sparen zwar mitunter mehr Geld als noch vor zwei Jahren, aber es scheint ihnen mittlerweile völlig egal zu sein, wie viel Zinsen sie bekommen. So parken dieses Jahr fast 20 Prozent der Deutschen ihr Geld auf Festgeldkonten (2011 waren es rund 15 Prozent), auf denen sie maximal 1,91 Prozent bekommen (VakifBank). Quelle: Fotolia
Sparstrumpf22 Prozent stecken ihr Erspartes in die Sparstrümpfe oder das Schweinchen. Jedenfalls antworteten sie auf die Frage nach ihrer Geldanlage, dass sie ihr Geld zuhause verwahren. Quelle: Fotolia
TagesgeldDeutlich mehr Zinsen als beim heimischen Sparschwein winken den 27 Prozent der Deutschen, die ihr Erspartes aufs Tagesgeldkonto legen. Bei 1,1 Prozent Inflation im August sind 1,5 Prozent Zinsen allerdings nicht wirklich lohnend. Quelle: Fotolia
SparbuchDas Sparbuch ist in diesem Jahr deutlich in der Gunst der Deutschen gefallen. Im ersten Quartal 2013 ist die Beliebtheit des Sparkontos um fünf Prozentpunkte auf 31 Prozent gesunken. Trotzdem ist das Sparbuch mit seinen 0,1 bis 1,5 Prozent Zinsen die Nummer vier der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
LebensversicherungenDie Lebensversicherung ist seit Jahrzehnten der Deutschen liebste Form der Altersvorsorge, es existieren Millionen Verträge. Und auch, wenn die Zeiten üppiger Renditen schon lange vorbei sind und die Policen immer häufiger als Kostenfalle, Abzocke und Auslaufmodell gelten: Die Deutschen lieben sie. Allein in diesem Jahr gaben 33 Prozent der Befragten an, ihr Erspartes in Lebensversicherungen zu stecken. Quelle: dpa
BausparverträgeDie Nummer zwei in der Gunst der Deutschen ist der Bausparvertrag. Er zählt vor allem noch immer zu den Klassikern der Immobilienfinanzierung. Dementsprechend gaben 34 Prozent an, 2013 ihr Geld in Bausparverträgen anzulegen. Quelle: dpa
GirokontoDie meisten Deutschen parken ihr Geld allerdings auf dem völlig unverzinsten Girokonto. 45 Prozent nutzen dieses Konto 2013, um ihr Geld zu verwahren. Quelle: dpa

Herr Jorberg, Sie schlagen der Generalversammlung der GLS-Bank eine Sondergebühr vor. Von Januar an soll jeder Kunde 60 Euro pro Jahr extra je Konto zahlen. Finden Sie das nicht drastisch?

Jorberg: Der GLS-Beitrag ist notwendig, wenn wir weiterhin gute, nicht provisionsgetriebene Leistungen anbieten wollen. Das magere Zinsgeschäft kann Einzelberatung und -service für unsere Kunden nicht mehr finanzieren. Da ist der GLS-Beitrag die sauberste Lösung. Wir wollen unseren Kunden keine Zusatzprodukte verkaufen, um ihr günstiges Girokonto querzufinanzieren.

Nullzins, höhere Kontogebühren und dann noch ein Sonderbeitrag. Warum sollen Anleger überhaupt noch Geld zur GLS bringen, statt es zu Hause zu lassen?

Zur Person

Der Unterschied ist, dass sie ihr Geld bei uns in sinnvolle, nachhaltige Projekte investieren – in nachhaltiges Bauen, ökologische Landwirtschaft, erneuerbare Energien, soziale Projekte. Das Geld unter der Matratze bringt keine Sinnrendite.

Unter der Matratze ist das Geld aber wenigstens sicher.

 
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