Russlandinvestments Putins profitable Papiere

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Verlässlicher Kreml? Russische Staatspapiere werfen hohe Renditen ab Quelle: Tom Mackinger/Illustration

Russische Aktien sind zu Recht unter Druck. Staatsanleihen aber werden nicht von Sanktionen getroffen – und der Staat profitiert vom teuren Öl.

Sanktionen wirken – jedenfalls an der Börse. Die von den USA gegen Russland verhängten Finanzsanktionen, als Strafe für mutmaßliche Giftgasangriffe des von Russland gestützten Assad-Regimes, haben Märkte und Oligarchen in Aufruhr versetzt. Seit das US-Finanzministerium sie vor gut einem Monat ankündigte, hat der ETF-Indexfonds VanEck Vectors Russia mehr als drei Prozent verloren – während die meisten anderen Börsen, inklusive des Dax, kräftig gestiegen sind. Auch der Rubel sackte gegenüber dem Dollar um mehr als fünf Prozent ab. Und die Renditen auf russische Staatsanleihen haben seit Mitte April gut anderthalb Prozentpunkte angezogen. Das signalisiert weiter Druck im Kessel, trotz einer ersten Erholung, nachdem Präsident Donald Trump eine weitere Verschärfung der Sanktionen dann doch gestoppt hatte.

Aus Anlegersicht gibt es gute Gründe, Russland weiter mit Vorsicht zu betrachten. Die jüngst verhängten Sanktionen schneiden tiefer ein als die 2014 wegen der Besetzung der Krim verhängten Strafmaßnahmen.

 
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