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Trend: Nahrungsmittel Mentalität des Hortens

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Seit Jahresbeginn ist der Preis für Weizen um 18 Prozent gestiegen. Quelle: imago

Die Preise wichtiger Grundnahrungsmittel steigen. Noch ist die Entwicklung nicht bedrohlich. Doch Spekulation und politische Eingriffe könnten den Preisauftrieb verstärken.

Strafzölle mögen einen Porsche in den USA teurer machen oder eine Harley-Davidson in der Europäischen Union. Doch für die meisten Menschen sind diese Luxusgefährte schon heute unerschwinglich. Sie würden von einem globalen Handelskrieg vor allem dann getroffen, sobald irgendwann auch Nahrungsmittel wieder als politische Waffe eingesetzt werden. So forderte US-Präsident Donald Trump mit Blick auf die Neuverhandlungen zum Nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta vom nördlichen Nachbarn Kanada bereits Zugeständnisse in der Agrarpolitik. „Sie müssen unsere Bauern besser behandeln“, twitterte Trump.

Politische Eingriffe in die Agrarmärkte wären nicht neu: 2008 etwa trieben Exportbeschränkungen asiatischer Staaten den Reispreis nach oben. Gleichzeitig horteten große Erzeuger auf innenpolitischen Druck Millionen Tonnen Reis. Die Welthandelsorganisation WTO zählte damals 36 Länder, die von heute auf morgen die Ausfuhr von Getreide und Reis stoppten. Dazu gehörte Indien. Leidtragende waren die Golfstaaten, die viel Reis aus Indien beziehen.

 
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