WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Baulandspekulation Das Boden-Monopoly

Premium
Bauernopfer: Landwirt Zech will Ackerland an Münchens Stadtrand nicht für Baugrund hergeben Quelle: Fritz Beck für WirtschaftsWoche

Falsche Politik hat Bauland teuer und Spekulanten reich gemacht. Jetzt drohen staatliche Zwangsmaßnahmen. Warum die mehr schaden als nutzen – und was passieren muss, um die preistreibende Knappheit zu beenden.

Wenn Martin Zech auf seinem Getreideacker steht und in Richtung Münchner Innenstadt blickt, wird er nachdenklich. Die rund 100 Hektar im Stadtteil Feldmoching sind seit 200 Jahren im Familienbesitz. Geht es nach Zech, könnte es so bleiben. Er will den Hof an seinen Sohn übergeben. Doch die bayrische Landeshauptstadt will seine Scholle, um dort Wohnungen zu bauen. Notfalls könnte sie ihn sogar enteignen.

Auf dem freien Markt wäre sein Acker, umgewandelt in Bauland, Gold wert. „Umgewidmetes Agrarland bringt in den Speckgürteln rund um die Großstädte im Verkauf gut und gerne das Zehnfache des ursprünglichen Werts“, sagt Holger Meyer, Makler für Agrarland aus Lohmar. Im Bundesschnitt haben sich die Preise für Bauland binnen 15 Jahren verdoppelt, Großstädte wie Berlin und München brauchten dafür nicht mal zehn Jahre.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%