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Deutsche Wohnen in Angst Das Comeback der Enteignung

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Kampfzone: In der Berliner Karl-Marx-Allee haben Mieter gegen die Deutsche Wohnen mobilisiert Quelle: imago images

In Berlin diskutiert der Senat die Enteignung des verhassten Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen. Die Debatte verschreckt nicht nur das Unternehmen, sondern auch Investoren, die in Deutschland Geld anlegen wollen.

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Das Handy von Rouzbeh Taheri läutet derzeit im Minutentakt. Ein russischer Fernsehsender will ihn begleiten, eine Zeitung aus Kiew fragt ein Interview an, ein Mietverein aus New York schickt eine Solidaritätsbekundung. Der 45-Jährige, zweifacher Vater und Betreiber eines Internethandels, genießt die Aufmerksamkeit durchaus – auch bei seinem vergleichsweise kleinen Auftritt im Gewerkschaftshaus Berlin-Schöneberg.

Dort haben sich gut zwei Dutzend Rentner eingefunden, auf Schreibblöcken notieren sie, was Taheri ihnen zu sagen hat. Das ist seit Wochen und Monaten mehr oder weniger das Gleiche. Der Wohnraum in der Hauptstadt werde immer teurer, für viele unbezahlbar. Aber es gebe ein Mittel, um diesen Irrsinn zu stoppen. Artikel 15 des Grundgesetzes sehe vor, dass „Grund und Boden“ unter bestimmten Voraussetzungen in Gemeineigentum überführt werden könnten. Praktische Bedeutung hat die Regel bisher nie erlangt. Nun aber soll die Zeit gekommen sein.

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