Grunderwerbsteuer-Urteil Immobilienkäufer müssen jetzt erstmal mehr zahlen

Premium
Heimnachteil: Aktuelles Urteil kann Hauskauf verteuern Quelle: Volkmar Schulz / Keystone

Die große Koalition hat den Käufern von Häusern und Wohnungen steuerliche Entlastung in Aussicht gestellt. Doch wegen eines Urteils von Kölner Finanzrichtern drohen jetzt sogar noch höhere Abgaben.

Im Immobilienboom in den deutschen Städten können sich viele Haushalte eigenen Wohnraum nicht mehr leisten. Dazu tragen auch die Bundesländer bei – mit der Grunderwerbsteuer, die beim Kauf von Haus oder Wohnung anfällt. Bis 2006 galt bundesweit ein einheitlicher Satz von 3,5 Prozent. Mittlerweile aber haben 14 der 16 Bundesländer die Abgabe kräftig erhöht, auf bis zu 6,5 Prozent. 2016 haben Immobilienkäufer so 12,4 Milliarden Euro gezahlt, mehr als doppelt so viel, wie zehn Jahre zuvor.

Im Rahmen ihrer „Wohnraumoffensive“ will die große Koalition nun eigentlich gegensteuern. Sie prüft laut Koalitionsvertrag „einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb von Wohngrundstücken für Familien“. Im vergangenen Jahr hatte die damalige SPD-Bauministerin Barbara Hendricks 200.000 Euro Freibetrag vorgeschlagen. Mittlerweile ist nun Innenminister Horst Seehofer (CSU) für Bauthemen zuständig.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%