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Industriespionage „Fast niemand erstattet Strafanzeige“

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Zwei Lanxess-Mitarbeiter stehen derzeit wegen jahrelanger Industriespionage vor Gericht. Derartige Fälle bleiben aber meist unentdeckt. Quelle: imago

Jahrelang sollen zwei Lanxess-Mitarbeiter Geschäftsgeheimnisse verraten haben, die Täter kommen vor Gericht. Warum die meisten Fälle unentdeckt bleiben, weiß der Ex-LKA-Beamte und Sicherheitsberater Christian Schaaf.

Herr Schaaf, kommt Industriespionage heute öfter vor?
Ich würde eher sagen: Es kommen mehr Fälle heraus, weil die Firmen häufiger Routineuntersuchungen anstellen.

Und wie?
Wenn Angestellte das Unternehmen verlassen, werden ihre Laptops untersucht. Dann merkt man, ob externe Festplatten angeschlossen wurden oder ob kurz vorher große Datenmengen heruntergeladen wurden.

Aber wenn der Übeltäter weg ist, ist es doch schon zu spät - oder?
Gewiefte Personalabteilungen beobachten genau, wohin ein gefährdeter Kandidat wechselt. Wenn dessen neuer Arbeitgeber dann plötzlich Produkte herstellt, die den eigenen zum Verwechseln ähnlich sind, kann das mit dem abtrünnigen Mitarbeiter zu tun haben. Oder wenn auffällt, dass ein Vertriebler seine Großkunden mit zur Konkurrenz genommen hat. Eine Liste mit 400 Kunden kann niemand auswendig gelernt haben, die hat er entwendet.

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